Finanzielle Anreize für gute Ideen zur Arolser Stadt- und Dorfentwicklung

Wie macht Bad Arolsen das? - Bei drei Förderprogrammen am Start

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Tourismusförderung: Mit 70.000 Euro aus dem europäischen Leader-Programm kann die Stadt Bad Arolsen ein für Bürger kostenloses WLAN am Reisemobilhafen am Twistesee einrichten.

Bad Arolsen. Drei große Förderprogramme beflügeln aktuell die Stadt- und Dorfentwicklung in Bad Arolsen und seinen Stadtteilen.

Im Stadtparlament skizzierten am Donnerstagabend Mitarbeiter des von der Stadt beauftragten Planungsbüros den Stand der Dinge und die weiteren Vorgehensweisen im Leader-Programm und bei der Dorfentwicklungsplanung. Das Förderprogramm Stadtumbau Kernstadt und Helsen wird bei einer der nächsten Sitzungen thematisiert.

Allen Förderprogrammen gleich sind die großen Chancen für die Bürger in den betroffenen Stadtteilen.

Das EU-Programm mit dem aus Abkürzungs-Buchstaben geformten Namen Leader betrifft die Region Diemelsee-Nordwaldeck mit den nachbarstädten Diemelstadt, Volkmarsen, Bad Arolsen, Twistetal, Diemelsee und Korbach.

Europaweit gibt es mehr als 3000 solcher Förderregionen, in Hessen sind es 24.

Bezuschusst werden nur Projekte, die den Förderbedingungen entsprechen und von der 15-köpfigen Kommission aus Bürgermeistern und sachkundigen Bürgern abgesegnet wurden.

Zuschusswürdig sind Ideen, die Arbeitsplätze schaffen, den Tourismus fördern und die Zusammenarbeit in der jeweiligen Region fördern.

Was wurde bisher schon gefördert?

Im Förderzeitraum von 2014 bis 2020 stehen gut zwei Millionen Euro zur Verfügung. Davon sind jetzt, zur Halbzeit 803 000 Euro bereits vergeben. In Mengeringhausen wurde eine Salzgrotte an einem Ferienbauernhof gefördert, in Diemelstadt eine mobile Bühne mit Lautsprecheranlage und Toilettenwagen, am Twistesee wird ein öffentliches WLAN finanziert, in Berndorf die Aufwertung des Freibads.

Ganz andere Schwerpunkte hat die Dorferneuerung, in deren Genuss sechs Jahre lang alle Stadtteile von Bad Arolsen kommen sollen, vorrangig jedoch diejenigen Dörfer, die zuletzt nicht in einem Förderprogramm waren oder sind.

Ziel sind die Herstellung möglichst gleichartiger Wohn- und Lebensbedingungen und der Erhalt der lokalen Baukultur Ein sogenanntes „Integriertes, kommunales Entwicklungskonzept“ (IKEK) steckt den Rahmen ab.

Hieran sollen möglichst viele Bürger beteiligt werden. Eingeladen sind alle Bürger, aus allen Schichten und Altersgruppen. Zur Beteiligung von Jugendlichen wollen die beauftragten Planer des Planungsbüros Bioline aus Lichtenfels neue Wege gehen.

In anderen Orten habe man auch schon Schüler im Rahmend er Bundesjugendspiele um ihre Meinung und Anregungen zur Dorfentwicklung gefragt, so Bernd Wecker vom Büro Bioline.

In das IKEK-Papier sollen Lagebeurteilung und Bestandsaufnahme einfließen, außerdem eine Beschreibung der aktuellen und künftigen Herausforderungen. Vorhandene Stärken der Stadtteile sollen benannt und gezielt eingesetzt werden. Ein Schwerpunkt der Dorferneuerung sei der Ausbau der Zusammenarbeit zwischen den Stadtteilen.

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