Verkehrswächter widmen sich verschiedenen Bevölkerungsgruppen

Flüchtlinge neue Zielgruppe

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Die wiedergewählte Vorsitzende der Verkehrswacht Waldecker Land, Claudia Schubert, zeichnete langjährige Mitglieder und bewährte Kraftfahrer aus. Von links: Hermann Hasecke, Bürgermeister Elmar Schröder, Dieter Riff, Manfred Damm und Gottfried Birke.

 Ob als ehrenamtliche Moderatoren für Verkehrserziehung oder als vorbildliche Kraftfahrer – die Verkehrswacht Waldecker Land hat die Sicherheit von Kindern, Kraftfahrern und Senioren bei ihren Aktivitäten im Blick, wie die wiedergewählte Vorsitzende Claudia Schubert in ihrem Bericht deutlich machte.

Dabei sind bewährte Kraftfahrer nicht unbedingt Verkehrswachtmitglieder, mit ihrer beispielhaften Fahrweise unterstützen sie aber die Ziele der Verkehrswächter: Für 50 Jahre bewährtes Fahren wurden Gottfried Birke (Helsen) und Manfred Damm (Bad Arolsen) ausgezeichnet.

 Von den gut 100 Mitgliedern sind 21 aktiv an der Verkehrserziehung in Kindergärten, Schulen oder Informationsveranstaltungen für ältere Kraftfahrer im Einsatz.

Mit ihren Aktivitäten hat die Verkehrswacht im vorigen Jahr über 2300 Menschen im Waldecker Land erreicht, wie Claudia Schubert berichtet. Das seien 2600 Stunden ehrenamtliche Arbeit in den verschiedenen Gemeinden.

Allein an den Schulen haben zum Thema „Junge Fahrer“ 860 Jungen und Mädchen erfahren, wie wichtig der Sicherheitsgurt ist, dass das Handy nicht in die Hand genommen werden darf während der Fahrt oder jede Art von berauschenden Mitteln tabu sind.

Als neue Gruppe sollten nach Auffassung von Bürgermeister Schröder Flüchtlinge über das richtige Verhalten als Fußgänger oder Radfahrer aufgeklärt werden. Schließlich gehe es um die Sicherheit von 3000 Menschen, mithin zwei Prozent der Kreisbevölkerung.

 In der Diskussion wurde deutlich, dass neben jungen Kraftfahrern nach der Begleitzeit auch die älteren Automobilisten gefördert werden sollten, damit sie auch im Alter sicher am Straßenverkehr teilnehmen können.

In ihrem Vortrag machte die Vorsitzende deutlich, welche schwerwiegenden Folgen der Sekundenschlaf haben kann, der für fast jeden dritten Unfall auf der Autobahn Ursache sei.

Auf dem von der Verkehrswacht angemieteten Gelände im Bioenergiepark haben 221 Kradfahrer und 200 Pkw-Fahrer im vorigen Jahr das richtige Verhalten in brenzligen Situationen geübt. Zehn Prozent der Teilnehmer übernachteten im Arolser Raum, berichtet Claudia Schubert.  (ah)

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