Diemelstadt/Diemelsee

Folgeeinrichtung in Vasbeck wäre massive Qualitätsverbesserung

- Diemelstadt-Rhoden (-es-) Auch bei seinem neuesten Projekt in Vasbeck darf Lothar Kannenberg auf Unterstützung aus Wiesbaden hoffen. Hessens Sozialminister Jürgen Banzer informierte sich gestern in Rhoden über die Details.

Sechs Monate seien eine „verdammt kurze Zeit“, um aus gestrauchelten Jugendlichen wieder verantwortungsvolle Menschen mit Zukunftsperspektive zu machen, weiß Banzer ganz genau. Schließlich war er lange genug Justizminister. Umso beachtlicher sei, was Lothar Kannenberg mit seinem Trainingscamp bewirken könne. Wenn nun in Vasbeck eine Folgeeinrichtung mit Schulcharakter für die Kannenberg-Schützlinge errichtet werde, so bedeute dies eine „massive Qualitätsverbesserung“, so Banzer gestern. Deshalb lud er Kannenberg und seine Unterstützer ein, sich umgehend in seinem Ministerium nach weiterer Unterstützung zu erkundigen. – Mehr Zuspruch konnten sich Kannenberg und Diemelsees Bürgermeister Volker Becker für ihr gemeinsames Projekt nicht wünschen. Kannenberg unterstrich, dass die Folgeeinrichtung nicht automatisch allen seinen Absolventen offenstehen werde. Es heiße nicht „du musst“ in die Schule, sondern „du darfst“. Und dieses Privileg müssten sich seine Absolventen erst verdienen. „Ich habe großen Respekt vor dem, was hier geleistet wird“, kommentierte der Minister im Gespräch mit der WLZ und fügte hinzu: „Ich weiß aber auch, dass es keinen Königsweg im Umgang mit straffälligen Jugendlichen gibt. Das hier im Trainingscamp ist ein Weg. Der funktioniert nicht für alle.“ Deshalb werde das Land Hessen wohl auch in Zukunft seine 400 Plätze im Jugendstrafvollzug benötigen. Die Alternative Trainingscamp komme nur für wenige in Betracht.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare