Forstamt und Obere Naturschutzbehörde setzen auf schottische Hochlandrinder

Zottelige Naturschützer

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Vertragsnaturschutz im Wattertal zwischen Landau und Vahlhausen. Die Oberen Naturschutzbehörde hat den Rinderzüchter Karsten Ulott gebeten, seine schottischen Hochlandrinder auf einer 5,8 Hektar großen Seggewiese weiden zu lassen. 

Bad Arolsen-Landau. Ein zotteliger Bulle, vier Mutterkühe, ein einjähriger Bulle und zwei Bullenkälber sind seit gestern als Sonderbeauftragte der Oberen Naturschutzbehörde im Wattertal zwischen Landau und Vahlhausen im Einsatz.

Die kleine Herde schottischer Hochlandrinder soll leisten, was schwere Maschinen nicht oder nur eher schlecht können: Eine Feuchtwiese ganzjährig kurz halten. Konkret geht es um eine 5,8 Hektar große Wiese mit einer Kernfläche von einem halben Hektar Seggenried.

Hier wächst ein besonderes Sauergras, das für Pferde und Holsteiner Rinder ungenießbar ist. Schafe werden dadurch empfänglich für den Befall mit Leberegeln. Aber schottische Hochlandrinder sind genügsam und ideal geeignet für diese Art der extensiven Beweidung.  Die Obere Naturschutzbehörde hat dazu einen Pflegevertrag mit dem Breunaer Rinderzüchter Karsten Ulott abgeschlossen. Ohne Beweidung, da sind sich die Experten sich, würde sich auf der Fläche ein Auenwald entwickeln, der zwar auch einen ökologischen wert, aber nicht so selten ist wie das Seggenried, das hier zahlreichen Vogelarten als Brutareal dient.

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