Ungezählte ehrenamtliche Arbeitsstunden

Freibadverein Mengeringhausen setzt sich seit 14 Jahren mit viel Herzblut fürs Walmebad ein

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Das Walmebad Mengeringhausen wird mit Hochdruckreinigern für die neue Saison vorbereitet. Algen haben sich in den vergangenen sechs Monaten auf dem Beckenboden angesiedelt. Beim Frühjahrsputz helfen Bernd Franke, Udo Reuter, Dr. Andreas Reder und Wolfgang Steitz.

Bad Arolsen-Mengeringhausen. Die Schwimmbadfreunde rund um Mengeringhausen sollten sich den 26. Mai vormerken. An diesem Tag wird die Saison im Walmebad eröffnet.

Bis es so weit ist, bleibt aber noch jede Menge zu tun. In dieser Woche legt der Verein mit dem Herrichten der Solaranlage los und hofft auf viele freiwillige Helfer, um auch die Schwimmbecken, Technik, Kiosk und Gelände in Form zu bringen. 

Ähnlich hoch fiel der Arbeitsaufwand im vergangenen Jahr aus, wie die gleichberechtigten Vorsitzenden des Fördervereins Walmebad, Alfred Reuter und Wolfgang Riehl, in der „Torschänke“ berichteten. 

 Rund 1500 Stunden seien ehrenamtlich geleistet worden, um auch im 14. Vereinsjahr den Badetrieb zu gewährleisten. An 105 Öffnungstagen wurden 8500 Besucher gezählt. Beachtlich sei die erbrachte Stundenzahl der Badeaufsichten und der vom Freizeitbad Arobella gestellten Bademeisterin ausgefallen, sagte Reuter. 

Was hat die Petition im Landtag gebracht?

Als Pächter werde Familie Schaake im kommenden Sommer erneut den Kiosk führen. Der Freude auf die neue Saison zum Trotz machen sich Vorstand und Mitglieder Gedanken um die mittelfristige Zukunft des sanierungsbedürftigen Walmebads. 

Ähnlich geht es den weiteren acht Freibädern im Kreis, die sich aus diesem Grund vor gut zwei Jahren zu einem Netzwerk zusammengeschlossen haben. Wolfgang Riehl berichtete, dass man sich bei Kreis, Land und Bund gemeinsam um Fördergelder bemühe, was sich bisher äußerst schwierig gestalte. 

„Ich denke, alleine schaffen wir das nicht mehr, die Freibäder ehrenamtlich aufrecht zu erhalten“, räumte Riehl ein. Im vergangenen Jahr sei eine Petition auf den Weg gebracht worden, um eine dauernde Ansprechstelle beim Hessischen Landtag zu erwirken und Zugang zu Fördermitteln zu erhalten. 

Für lebhafte Diskussionen sorgte die Frage nach dem Förderprogramm, für das das Land Hessen 50 Millionen Euro für Freibäder eingestellt habe. Da die Förderrichtlinien noch nicht bekannt seien, könnten auch noch keine Anträge gestellt werden, stellte Stadträtin Katja Müller-Ashauer klar. Sobald näheres bekannt sei, werde der Magistrat mit beiden Fördervereinen im Stadtgebiet ins Gespräch gehen.

Wohin versickert all das viele Wasser?

Dem Walmebad-Verein macht zudem der stetige Wasserverlust im Becken zu schaffen, der während der Saison bei drei Kubikmeter pro Stunde liegt. Der Wasserverlust schlage sich auch im Chemie- und Energieverbrauch nieder, sagte Reuter. Im vergangenen Jahr habe die Stadt gemeinsam mit den Fördervereinen Landau und Mengeringhausen ein Ingenieurbüro beauftragt, um ein Sanierungskonzept für die Bäder zu erarbeiten. 

„Ich hoffe, dass wir bei diesem Thema zusammenkommen“, sagte Alfred Reuter, der bei der anschließenden Vorstandswahl ebenso wie Wolfgang Riehl an der Vereinsspitze bestätigt wurde. 

Die nächsten Termine im Walmebad: Saisoneröffnung ist am 26. Mai; am 10. Juni, 15 Juli und 19. August lädt das Bad zum „Finktastiko“-Event mit buntem Rahmenprogramm ein.

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