Twiste

Freilichtbühne und Schützengilde feiern ihre gemeinsame Gründung vor 50 Jahren

- Twistetal-Twiste (-es-). Ohne Freilichtbühne und Schützengesellschaft wäre Twister ärmer. Durch sie hat Twiste Charme. Auf diese einfache Formel brachte Hartmut Fischer die Bedeutung der beiden Institutionen, die vor 50 Jahren aus der Taufe gehoben wurden.

Der Vorsitzende der Historischen Schützengemeinschaft Waldeck sprach auch im Namen des Schutzherrn der Waldecker Schützen, Wittekind Fürst zu Waldeck und Pyrmont, als er den Twistern zurief: „Sollte ihre Gemeindeverwaltung nochmal auf die Idee kommen, die Schützengesellschaft für 100 Jahre zu verbieten, dann begehren Sie auf!“

Tatsächlich hatte der damalige Bürgermeister, um 1845 entscheiden, keine Genehmigung für ein Freischießen zu erteilen. Das sei nicht mehr zeitgemäß, hieß es damals. So dauerte es bis zur 1100-Jahr-Feier, die Twiste im Jahr 1960 beging, dass sich die Twister Bürger wieder der Bedeutung ihrer langen Geschichte bewusst wurden und eine Schützengesellschaft gründeten. Im gleichen Zuge wurde ein historisches Festspiel einstudiert, das unter dem Namen „Die Herren von Twiste“ zu jedem Freischießen aufgeführt wird. Aus der Spielschar ging die Freilichtbühne hervor, die seitdem 63 Stücke inszeniert und 632 mal aufgeführt hat. Dabei wurden 186 000 Zuschauer gezählt.

Die Entwicklung der Schützengesellschaft ließ deren Vorsitzender Wilhelm Wilke Revue passieren. Dabei erinnerte er an die Initialzündung, die Wilhelm Emde mit den Recherchen für die Twister Chronik gegeben habe. Mit Emdes Buch sei den Twistern erst der Wert der eigenen Dorfgeschichte bewusst geworden. In der Folge hätten sich dann Freilichtbühne und Schützengilde gebildet. Eindrucksvoll schilderte Wilke, wie die Schützengilde mit jedem Freischießen weiter gewachsen ist, und wie sich immer neue historische Gruppen anschlossen, so etwa die Lanzengarde, die Kanoniere, die Landwehr, die Burschenkompanie, der Spielmannszug, die Molkensäcke und zuletzt Bachterkisser Wiebeslühe“.

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