Vorzeitige Ernte aus Furcht vor Kirschessigfliege

Frühe Lese auf Wilhelms Weinberg

Diemelstadt-Neudorf - Zwei Wochen früher als im vergangenen Jahr hat Hessens nördlichster Weinbauer Wilhelm Dietzel seine Trauben lesen lassen. Schuld hat die Kirschessigfliege, die die Reben im Rheingau bedroht.

Aus Angst vor den wirtschaftlichen Verlusten, die der eingewanderte Schädling auslösen kann, haben die meisten Winzer im Rheingau ihre Lese so gut wie abgeschlossen. Deshalb musste Dietzel, der seit Jahren die Dienste der Winzergenossenschaft in Heppenheim in Anspruch nimmt, sich nun nach den zeitlichen Vorgaben aus Hessens größtem Weinanbaugebiet richten.Die 500 Rebstöcke, die der frühere Weinbauminister zusammen mit Freunden auf dem Hang hinter seinem Hof in Neudorf angebaut hat, waren gestern morgen innerhalb von knapp zwei Stunden zügig abgelesen. Die Qualität ist etwa so gut wie im vergangenen Jahr: Die weißen Johannitertrauben brachten es bei einer ersten probe auf 75 bis 78 Oechsle-Grade, die roten Regenttrauben kamen nur auf etwa 70 Oechsle. Dietzel rechnet wieder mit rund 400 Flaschen seines Privat-Cuvés. (es)

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