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Frühjahrsputz im Arolser Residenzschloss

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Von: Elmar Schulten

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Blick in den roten Empire-Salon: Auch hier wurden beim Frühjahrsputz Bilderrahmen und Kronleuchter abgestaubt.
Blick in den roten Empire-Salon: Auch hier wurden beim Frühjahrsputz Bilderrahmen und Kronleuchter abgestaubt. © Elmar Schulten

Die vier Schlossführerinnen haben die vergangenen zweieinhalb Wochen zu einem Frühjahrsputz genutzt, wie ihn das Schloss schon lange nicht mehr erlebt hat.

Bad Arolsen - Nun glänzen auch die vielen hundert Bleikristalle an den prunkvollen Lüstern wieder in alter Pracht, sodass schon bald wieder Schlossführungen angeboten werden können.

Silvia Ingrisch steht auf einem Gerüst auf Rädern. Nur so kann sie mit dem Staubwedel aus Straußenfedern die Deckengemälde und die Aufhängung der prächtigen Kronleuchter vom Staub der vergangenen Jahre befreien.

Porzellan nur mit der Hand spülen

Unter ihr wuseln Angelika Sarnowitsch, Dagmar Frese-Mehles und Sina Degenhardt mit Staubtüchern, Staubsauger und all den anderen üblichen Hilfsmitteln für den Hausputz im Frühjahr umher.

Im Kronprinzenzimmer haben sie zuerst die große Festtafel aufheben müssen, die die Besucher regelmäßig ins Staunen versetzt. Das wertvolle Porzellan mit den fürstlichen Wappen wurde vorsichtig abgetragen und dann per Hand gespült. Das Tafelsilber muss geputzt werden.

Unzählige Staubfänger

Im barocken Residenzschloss der Fürsten zu Waldeck und Pyrmont gibt es 1000 Kleinigkeiten, die den Ruf eines Staubfängers verdienen: Bilderrahmen, Erinnerungsstücke an vergangene Jahrhunderte und viele kleine und große Ecken am Putz und an den Gesimsen.

Die zwangsweise Schließung der Museumsräume aus Gründen des Corona-Schutzes wurde zum Großreinemachen genutzt, mit dem Ergebnis, dass nun alle Besucher am besten eine Sonnenbrille mitbringen. So sehr funkeln die Preziosen an den Decken und an den Wänden.

Alles funkelt und glizert

Besonders schön anzusehen ist die kunstvoll gestaltete Lampe aus verspieltem Murano-Glas. Die riesigen Kronleuchter mit den Ketten ungezählter Bleikristalle beeindrucken durch ihre schiere Größe ... und das funkelnde Glitzern der nun staubfreien Facetten.

Eigentlich hatte man gehofft, das Schloss ab Freitag wieder für Führungen öffnen zu können, aber die steigenden Zahlen bei den Corona-Infektionen lassen die Behörden zur Vorsicht mahnen und den Eröffnungstermin in weiter Ferne rücken. (Elmar Schulten)

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