Vor dem Medizinstudium nochmal auf andere Gedanken kommen

Fünf Monate durch Australien

Thomas Meesters (l.) aus Mengeringhausen und Jakob Wießner (r.) aus Volkmarsen sind die CRS-Jahrgangsbesten mit einem Notenschnitt von je 1,0. Foto: Elmar Schulten

Bad Arolsen. - Traumnote 1,0 - damit hätten Jakob Wießner aus Volkmarsen und Thomas Meesters aus Mengeringhausen nicht gerechnet, sagen sie bescheiden. Doch mit ihrem Fleiß und ihrer Zielstrebigkeit hatten sie eine eins vor dem Komma schon lange im Visier.

Mit einer 1,2 oder 1,3 hätte Jakob vielleicht etwas länger überlegen müssen, an welcher Uni er sich bewerben sollte. Nun aber sieht alles danach aus, als hätte er die freie Auswahl, wo er Medizin studieren kann. Am liebsten in Heidelberg, vielleicht aber auch in Köln oder Marburg.

Für ihn stand aber schon seit vielen Jahren fest, dass es unbedingt ein Medizinstudium sein müsse - sein Vater ist niedergelassener Allgemeinmediziner in Volkmarsen. So hatte Jakob schon früh ein Vorbild, an dem er sich orientieren konnte.

Ähnlich ging es auch auch Thomas Meesters: Seine Eltern sind Kinder- und Jugendpsychologen. Deshalb könnte sich auch Thomas vorstellen, demnächst Psychologie zu studieren. Aber Technik und Mathematik würden ihn auch interessieren.

Zur Orientierung hat sich Thomas vorgenommen, ein Jahr lang Bundesfreiwilligendienst in der kirchlichen Jugendeinrichtung in Hardehausen zu leisten. In diesem Jahr sollen seine Studienwünsche reifen.

Vier bis fünf Monate auf andere Gedanken kommen will auch Jakob Wießner: Zusammen mit einem Freund plant er, ein Jahr lang „Work and Travel“ an der australischen Ostküste zu machen: „Da bleibt bestimmt noch genug Zeit fürs Tauchen am Great Barrier Reef und fürs Surfen“, sagt der sportliche Volkmarser, der in Korbach Fußball spielt und darüber hinaus regelmäßig im Freizeitbad „Arobella“ Schwimmen trainiert.

Sport war eines seiner Prüfungsfächer im Abitur: „Ich brauche den sportlichen Ausgleich einfach.“ Deshalb geht er auch regelmäßig zum Krafttraining in einen Fitnessklub.

Beide Einser-Abiturienten sind ihren Eltern sehr dankbar für deren jahrelange Sorge und Begleitung: „Die haben immer mitgelitten und freuen sich jetzt mit uns.“

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