Bürgermeister macht deutlich: Volkmarsen profitiert von Millioneninvestition

"Für mich sind das 90.000 Quadratmeter überdachte Zukunft“

Dr. Torsten Rudolph bei der Eröffnung der neuen Logistikhalle Volkmarsen II. (Foto: Elmar Schulten)

Volkmarsen - Das Tempo lässt selbst Experten staunen: Nach nicht einmal acht Monaten Bauzeit hat die Rudolph Logistik Gruppe eine weitere 90.000 Quadratmeter große Logistikhalle in Betrieb genommen. Dabei ist es gerade einmal zwei Jahre her, dass das Unternehmen die erste, 50.000 Quadratmeter große Halle für Volkswagen eröffnet hat.

„Das ist eine Entwicklung, die einen stolz machen kann“, schwärmte Dr. Torsten Rudolph, Geschäftsführer des nordhessischen Familienuntnehmens, über die rasante Unternehmensentwicklung. 2007 hatte Rudolph die erste Halle dieser Art in Gudensberg eröffnet. - Mit gerade einmal 10.000 Quadratmetern Nutzfläche für Verpackungsmaterial.

Die Entwicklung sei nur möglich gewesen, weil Volkswagen dem regionalen Logistiker das Vertrauen geschenkt habe, weil mit Ixocon erfahrene Investoren und mit dem Generalunternehmer Goldbeck ein Experte für Großprojekte verpflichtet worden sei.

Aus Sicht der Volkswagen AG stellte Dr. Klaus Wriebe, Chef des Originalteile-Depots in Kassel fest, dass sein Unternehmen in Rudolph einen strategischen Partner und in Volkmarsen einen strategischen Standort gefunden habe.

Volkswagen schicke sich an, in diesem Jahr zehn Millionen Kraftfahrzeuge weltweit zu verkaufen, hergestellt in 106 Fabriken. Seit 2011 sei die Mitarbeiterzahl in Europa um 70.000 gestiegen. Jedes vierte in Europa hergestellte Fahrzeug stamme aus dem Volkswagen-Konzern.

Für alle im Konzern hergestellten Fahrzeuge würden 450000 unterschiedliche Bauteile benötigt, die das Unternehmen auch 15 Jahre nach Produktionseinstellung für Reparaturen noch vorhalten müsse. So führten gute Absätze bei den Fahrzeugen automatisch auch zu Zuwächsen bei den Logistikflächen. Wriebe abschließend: „Wenn Sie wollen, dass wir weiter investieren, fahren Sie Volkswagen-Produkte!“

Bürgermeister Hartmut Linnekugel bekräftigte, dass die städtischen Gremien froh seien, einen guten gemeinsamen Weg mit Volkswagen und Rudolph Logistik beschritten zu haben. Besonders sei er froh, dass in der Nacht zum Freitag der erste Güterzug seit den 1970er-Jahren wieder in den Volkmarser Bahnhof eingefahren sei. Linnekugel dankte den Landwirten, die nach harten, aber fairen Verhandlungen bereit gewesen seien, das nötige Land für den Neubau abzugeben.

Am Ende profitierten alle in der Region von der Rieseninvestition, die mit allen Nebeneffekten rund 100 Arbeitsplätze schaffe. Linnekugel: „Für mich sind das 90.000 Quadratmeter überdachte Zukunft.“

Die Stadt profitiere nicht nur von künftiger Gewerbesteuer, sondern jedes Jahr von rund 250.000 Euro Grundsteuer und von erheblichen Summen an Abwassergebühren. Für das Land Hessen seien im Vorfeld schon 4,5 Millionen Euro Grunderwerbsteuer bei den vielen nötigen Grundstücksgeschäften angefallen.

4188035

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare