Nach langer Vorbereitungszeit 

Bad Arolsen und Volkmarsen: Fusion der Ver- und Entsorgungssysteme  

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Der Wasseruhr im Keller ist ganz egal, von wem sie am Ende abgelesen wird: Die Nachbarstädte Volkmarsen und Bad Arolsen haben eine Fusion ihrer Ver- und Entsorgungsbetriebe beschlossen. 

Zum Jahreswechsel wird die seit Jahren schrittweise vorbereitete Fusion der Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungssysteme der Nachbarkommunen Volkmarsen und Bad Arolsen vollendet.

Damit liegen die Pflege und der Ausbau aller Wasser- und Kanalleitungen in der Hand des Zweckverbands Kommunale Betriebe Nordwaldeck (KBN). Gleichzeitig werden auch die Gebührenhoheit für Wasser, Abwasser, Abfallentsorgung und Straßenreinigung auf den Verband übertragen. In der Verbandsversammlung entscheiden Vertreter aus beiden Kommunen gemeinsam über alle wichtigen Details.

Für die Bürger ändert sich durch die noch engere Kooperation der beiden Nachbarstädte nichts. Im Falle einer Störung gibt es einen zentralen Ansprechpartner. Die Gebührenrechnung muss wie bisher beglichen werden.

Kompliziertes Vertragsgeflecht

Die Städte aber erhoffen sich von der Fusion langfristig Einsparungen beim Personaleinsatz und bei Ausschreibungen für Materialeinkäufe und Bauprojekte. Die Vorbereitung dieser Fusion war vergleichsweise kompliziert. 

Viele rechtliche Fragen mussten geklärt und unter Berücksichtigung steuerlicher Fragen in Vertragsform gegossen werden. Bei zwei gemeinsamen Sitzungen haben die Stadtparlamente quasi auf der Gemarkungsgrenze bei Külte die notwendigen Beschlüsse gefasst.

In Bad Arolsen steht nun noch ein offizieller Beschluss über die Übertragung der Vermögenswerte von der Bad Arolsen Kommunalbetriebe GmbH BAK auf den neuen Zweckverband Kommunale Betriebe Nordwaldeck an.

Letzte steuerrechtliche Fragen müssen noch geklärt werden

Darum ging es auch bei der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses im Bad Arolser Bürgerhaus. Bürgermeister Jürgen van der Horst berichtete, dass mit der Übertragung des Anlagevermögens von der BAK auf die KBN möglicherweise „stille Reserven“ steuerrechtlich aktiviert würden.

Das müsse noch weiter geprüft werden, um nicht unnötig einen größeren Betrag an Steuern zahlen zu müssen. Für die neue Gesellschaft habe die Eigentumsübertragung keinerlei Vorteil. Das Eigentum an den alten Leitungen könne genauso gut bei der BAK verbleiben.

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