Landau: Landeskirche belohnt eifrige Spendensammler

Geld für Steine oder Menschen ?

- Bad Arolsen - Landau (es). Die Kirchengemeinde Landau erhält zur Sanierung ihrer zwischen 1300 und 1550 errichteten Georgkirche 136 800 Euro aus dem Kirchenerhaltungsfonds der Landeskirche. Den gleichen Betrag hatte der Förderverein zur Kirchensanierung in den vergangenen Jahren mit vielen pfiffigen Ideen erwirtschaftet.

Ein besonderer Anreiz bei allen Spendenaufrufen war die Ankündigung der Landeskirche, das örtliche Spendenaufkommen zu verdoppeln. Dieses Versprechen wird nun eingelöst. „Das besondere Markenzeichen der Stadt Landau ist es, dass ihre Bürger im Bedarfsfall zu herausragenden Leistungen fähig sind“, lobte gestern in Kassel der Vizepräsident der Evangelischen Landeskirche von Kurhessen-Waldeck, Dr. Volker Knöppel. Landesbischof Prof. Dr. Martin Hein ging auf die oft gestellte Frage ein: „Sollen wir in Steine oder Menschen investieren?“ Mit dieser Frage werde ein falscher Gegensatz hergestellt. Bei den Kirchengebäuden handele es sich sehr wohl um lebendige Zeugen des christlichen Glaubens. Auch die Menschen seien Bausteine in der Kirche Gottes. Allerdings mahnte der Bischof auch, dass die „Flamme der Begeisterung in kirchlichen Dingen“ auch nach Fertigstellung der Kirchensanierung noch weiterbrennen möge. Der Kirchenerhaltungsfonds hatte 2008 noch 26 Projekte gefördert. In der jüngsten Ausschüttung sind es neun Projekte mit einer Gesamtfördersumme von 550 000 Euro. Aus dem Waldecker Land profitieren die Kirchen in Mandern mit 63 000 Euro und Lan­dau mit 136 800 Euro. (du/es)

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