Präventionstage mit Programm vom Kind bis zum Senior

Gemeinsam in Bad Arolsen gegen Gewalt und Sucht

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Gemeinsam gegen Gewalt und Sucht. Die achten Präventionstage finden in Bad Arolsen statt, von links: Andreas Mertens (Fachbereich Bürgerservice, Sicherheit und Ordnung), Achim Jesinghausen (Polizeistation Bad Arolsen), Jörg Dämmer (Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg), Christine Beine (Jugendzentrum), Ute Kloß (Kindertagesstätte Helsen), Bürgermeister Jürgen van der Horst und Ulrike Ritter (Suchtprävention Diakonisches Werk).

Vom kleinen Kind bis hin zum Senior wollen die Veranstalter der achten Bad Arolser Präventionstage möglichst viele Menschen mit ihren Angeboten zur Vorbeugung von Gewalt und Sucht erreichen.

Besonderes Augenmerk wird vom 21. bis 25. Oktober auf Kinder gelegt. Bad Arolsen biete kein allzu großes Problemfeld, sagte Bürgermeister Jürgen van der Horst bei der Vorstellung des Programms - Flyer dazu liegen in Arolsen aus.

Präsenz in Uniform wichtig

Dies sei der kontinuierlichen Arbeit zu verdanken, die im Präventionsrat mit seinen Arbeitsgruppen, Kindergärten, Schulen, Jugendzentrum und Polizei geleistet werde. Die enge Zusammenarbeit mit der Polizei sei wichtig, die Präsenz der Beamten in Uniform erwecke Vertrauen und gebe ein Gefühl von Sicherheit.

Prävention sei wichtig, sagte der Leiter der Polizeistation Bad Arolsen, Achim Jesinghausen. Es reiche nicht, nur repressiv tätig zu sein. Die Anzahl der Straftaten sei merklich zurückgegangen, was auch der vorbeugenden Arbeit in Bad Arolsen zu verdanken sei.

Das sind Schwerpunkte

Hierbei dürfe keine Pause eingelegt werden, betonte Jörg Dämmer von der Polizeidirektion. Aufklärung über Gefahren von elektronischen Medien sei bei der Veranstaltungsreihe in Arolsen ab der vierten Klasse geplant. Problembereiche wandelten sich. Inzwischen habe es die Polizei mit mehr Fahrten unter Cannabis-Produkten als unter Alkohol zu tun.

Ulrike Ritter vom Fachbereich Suchtprävention beim Diakonischen Werk berichtete, bei den Präventionstagen bilde die Stärkung der Kompetenz im Umgang mit elektronischen Medien einen Schwerpunkt. Neben einer Online-Umfrage in den achten Klassen seien Schüler aufgerufen, für einen Wettbewerb mit dem Handy Filme zu produzieren.

Sie können mithelfen

Ulrike Ritter bietet eine Fortbildung zu Multiplikatoren für Lehrer, Jugendarbeiter und Schulsozialarbeiter an. Sie sollen die Prävention unterstützen.

Bei einem Webinar zum Thema Cybermobbing bekommen Eltern, Lehrer und andere interessierte Erwachsene von einer Juristin Informationen.

Kinder erreichen

Wichtig ist es den Veranstaltern, Kinder und Jugendliche zu stärken und Teamgeist zu wecken, Alternativen zu suchtförderndem Verhalten oder passiven Freizeitbeschäftigungen aufzuzeigen.

Ute Kloß von der evangelischen Kindertagesstätte Helsen hebt als Höhepunkte für die Kinder pädagogisch angelegtes Puppentheater oder eine Spielplatz-Rallye hervor.

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