Förderung für  Caritas-Projekt "Familien helfen Familien"

Spielerisch und gemeinsam an Arolser Grundschule Deutsch lernen

Das ehrenamtliche Projekt „Familien helfen Familien“ der Caritas und der Grundschule Neuer Garten wird unterstützt von der Aktion „Kinder für Nordhessen“ und mit 2000 Euro von der Volksbank Kassel-Göttingen. Dessen Regionalleiter Hans Schmöle informierte sich bei Schulleiterin Petra Mies (links), ihrer Stellvertreterin Anne Kettschau (rechts) und der Projekt-Lehrerin Regine Müller. Foto: Armin Haß

Spielerisch und gemeinsam lernen, das ist eine Devise des Projektes „Familien helfen Familien“ der Caritas bei der Grundschule Neuer Garten in Bad Arolsen.

Die seit 2005 andauernde Kooperation zur Integration von Kindern mit sprachlichen und sozialen Barrieren wird von der Volksbank Kassel-Göttingen mit 2000 Euro im Rahmen der Aktion Kinder für Nordhessen unterstützt. Und so überreichte Regionalleiter Hans Schmöle gestern den Anteil an die Arolser Schule. Insgesamt stellt die Volksbank in Nordhessen 10 000 Euro zur Verfügung.

Sprachpaten im Einsatz

Im Zuge des Caritas-Projektes wird Jungen und Mädchen aus Familien mit Migrationshintergrund an der Grundschule Arolsen Sprachförderung und Hausaufgabenbetreuung angeboten.

Für die Caritas sind als Lehrkräfte Regine Müller und Sabine Syring im Einsatz. Rund 100 Kinder, die Hälfte der Schüler, stammen aus Familien, in Deutsch nicht Muttersprache ist.. Daher wird von dienstag bis donnerstags eine Betreuung und eine pädagogische Unterstützung bei der Bewältigung von Hausaufgaben oder beim Lernen der Sprache geboten. Ferner vermittelt die Caritas Sprachpaten, die zusätzlich mit den Kindern und den Erwachsenen arbeiten.

"Kinder  für Nordhessen"

Die Sprachförderung wird seit 2008 von „Kinder für Nordhessen“ mit unterstützt. Neben der finanziellen Unterstützung sind es die Bereitschaft und die Mitarbeit der Eltern und nicht zuletzt der Umgang mit den Gleichaltrigen, die die Sprachförderung erleichtern.

Kinder aus Syrien, dem Irak oder Afghanistan, die „sprachlos“ ankommen, so Schulleitern Petra Mies, würden durch die Förderung ein halbes Jahr später sprichwörtlich aufblühen und könnten sich gut in der deutschen Sprache verständlich machen.

Darauf kommt es an

Petra Mies freut sich, dass sich verlässliche Menschen an dem Projekt beteiligen und durch Kontinuität die Unterstützung zum Erfolg brächten. Diese Beständigkeit betonte auch Bankleiter Schmöle. Daher freue er sich, wenn er vor diesem Hintergrund jährlich von der Bank einen Geldbeitrag beisteuern könne.

Die Kinder seien stolz, wenn sie Fortschritte im Erlernen der Sprache machten, im Unterricht mithalten und auch Fragen stellen könnten, berichtet Schulleiterin Petra Mies. 

Sprache der Familie pflegen

 Sie und ihre Stellvertreterin Anne Kettschau sind überzeugt davon, das das Ganze besonders dann funktioniert, wenn die so genannte Familiensprache weiter gepflegt werde. Das fördere die Ausdrucksfähigkeit der Kinder. Was die Kinder außerdem stark mache, seien die eher stabilen Familienverhältnis, die das Selbstvertrauen förderten, und die Unterstützung durch die Eltern.

 Das Caritas-Projekt fügt sich ein in die staatlich finanzierten Formen der Förderung, etwa der Einsatz einer Lehrkraft mit Deutsch als Zweitsprache, die wiederum Kollegen ausbilden könne, und Kolleginnen, die sich hierfür fortbildeten. 

Intensive Förderung

Das schulische Angebot umfasst 37 Wochenstunden Sprachförderung für den Unterricht und in den Vorlaufkursen in den beiden Arolser Kindergärten. Schließlich gibt es eine sprachliche Intensivförderung. Hier werden derzeit zehn Kinder an der Grundschule Neuer Garten betreut. Als weitere außerschulische Unterstützung gibt es ein Betreuungsangebot von der Arbeiterwohlfahrt.

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