Diemelstadt

Gemeinsam blitzen in Nordwaldeck

- Diemelstadt (-ah-. Die Diemelstädter Stadtverordneten votierten am Donnerstagabend in Rhoden für die Bildung eines gemeinsamen Ordnungsbehördenbezirks der vier Nordwaldecker Kommunen.

Auf der Grundlage einer gemeinsamen Vereinbarung der Städte Volkmarsen, Diemelstadt und Bad Arolsen sowie der Gemeinde Twistetal werden die Tempomessungen zeitlich und örtlich festgelegt, zudem werden die Finanzierung, die Verteilung der Überschüsse und – falls das „Blitzen“ Defizite bringen sollte – die Deckung von Fehlbeträgen genau geregelt. Aufgrund der bisherigen guten Erfahrungen bei der Gefahrgutüberwachung in Nordwaldeck hatte der Magistrat den Zusammenschluss zu einem gemeinsamen Ordnungsbehördenbezirk empfohlen. Lediglich die FWG-Stadtverordnete Erika Melcher stimmte dagegen: Viel wirksamer sei es, verkehrsberuhigende, bauliche Maßnahmen in den Stadtteilen vorzunehmen. Auch ihr Fraktionskollege riet zu solchen ergänzenden Maßnahmen, um die Verkehrsteilnehmer zum langsameren Fahren zu bewegen. Der CDU-Stadtverordnete Hartmut Jäkel riet jedoch zur Vorsicht bei möglichen baulichen Veränderungen an den Straßen. „Das kann man nicht überall machen“, sagte Bürgermeister Rolf Emde. Die Kraftfahrer könnten „nur über das Portemonnaie“ dazu bewegt werden, das Tempo den Vorschriften anzupassen: „Die Leute müssen das spüren“, erklärte Emde. Es sei „ein Wahnsinn, wie schnell an den Ortseingängen gefahren wird“, stellte der Rathauschef fest. Es werde nur dort „geblitzt, wo es sinnvoll ist“. Es gehe nicht darum, den Stadtsäckel zu füllen.

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