Nordwaldecker Kommunen bleiben am Ball

Gemeinsam für den Klimaschutz

Bad Arolsen - Beim Klimaschutz und der Nutzung erneuerbarer Energien wollen die nordwaldeckischen Kommunen am Ball bleiben, wie die Bürgermeister gestern im Rathaus Bad Arolsen deutlich machten. Dort erläuterte Georg Trocha (Büro Probiotec) die Ergebnisse der vier bereits in den Parlamenten und in der WLZ dargestellten Klimaschutzkonzepte. Ziel ist es bekanntlich, den gesamten Energiebedarf bis 2030 zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien zu decken.

„Uns fehlt noch der finale Schritt“, räumte Bürgermeister Jürgen van der Horst gestern Vormittag im Kreise der nordwaldeckischen Kollegen ein. Daher sollen die Konzepte, die ab sofort auf der Nordwaldeck-Webseite www.nordwaldeck.de verfügbar sind, als Basis für weitere gemeinsame, aber auch auf lokaler Ebene zu verwirklichende Projekte genutzt werden. Der sogenannte Endenergiebedarf wurde im Referenzjahr 2012 nur zu neun Prozent in der Großgemeinde Bad Arolsen durch erneuerbare Energien erzeugt, in Diemelstadt liegt der Anteil mit 26 Prozent am höchsten. Der Strombedarf kann in der Großgemeinde bereits zu 100 Prozent vor allem durch Windkraft gedeckt werden. Erfreulich, aber noch deutlich zu verstärken ist der Rückgang des Kohlendioxid-Ausstoßes, der sich zwischen 1990 und 2012 um 14 Prozent auf knapp 294 000 Tonnen im Jahr verringert hat. Geplant ist auf Nordwal­deckebene eine Steuerungsgruppe, die den weiteren Prozess, der weiterhin auch in den jeweiligen Kommunen durch Arbeitskreise begleitet wird, koordiniert. Möglich ist auch die Einstellung eines Klimaschutzmanagers für drei bis fünf Jahre, dessen Job zu 65 Prozent durch den Bund gefördert würde. Auch wenn die Kommunen angesprochen sind und ihre Rolle als „Moderatoren“ verstehen, so dürfte die Hauptlast der Investitionen in privater Trägerschaft liegen, so Trocha. Denn neben den kommunalen Einrichtungen sind es Betriebe, private Haushalte und Fahrzeughalter, die erheblich zum Energieverbrauch und zum Ausstoß von Treibhausgasen beitragen. Beispielhaft auf städtischer Ebene ist die energetische Sanierung des Bürgerhauses in Bad Arolsen mithilfe von Fördermitteln. In Nordwaldeck sollen die Öffentlichkeitsarbeit, die Beratung und die Bereitstellung von Informationen forciert werden. Neben speziellen Internetauftritten können dazu auch Veranstaltungen, wie etwa ein Nordwaldecker Holztag, beitragen.Zudem soll der Erfahrungsaustausch mit anderen Kommunen gepflegt werden. (ah)

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