Gemeinsamer Zweckverband soll künftig Ver- und Entsorgung in Volkmarsen und Bad Arolsen regeln

Nachbarn rücken zusammen

+
Die Wasseruhr als Symbol für die Zusammenarbeit bei der Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung in Volkmarsen und Bad Arolsen.

Volkmarsen/Bad Arolsen. Die Interkommunale Zusammenarbeit tritt in die nächste Phase: Die Nachbarstädte Volkmarsen und Bad Arolsen wollen künftig bei der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung noch enger zusammenarbeiten. Dazu wird der seit Jahrzehnten gut funktionierende Abwasserzweckverband, dem vor allem die Kläranlage Volkmarsen gehört, zum Jahreswechsel aufgelöst und in das neue Ver- und Entsorgungsunternehmen Nordwaldeck eingebracht.

 Im gleichen Zuge wird ein Betriebsführungsvertrag mit den Bad Arolser Kommunalbetreiben geschlossen. Die BAK wird dann zuständig für Betrieb und Unterhalt sämtlicher Kanal- und Wasserleitungen in beiden Städten. Die Gebühren werden aber nach wie vor von den Gremien der jeweiligen Städten beschlossen und erhoben, in Bad Arolsen also durch die Stadtwerke, in Volkmarsen durch die Stadt.

Als Ziel der Fusion definieren die beiden Bürgermeister die Versorgungssicherheit und die Qualität der Wasserversorgung. Eine erhöhte Wirtschaftlichkeit und Effizienz ergebe sich fast von selbst. Aus dem alten Abwasserverband werde nun ein moderner Kommunalverband, der in kommenden Jahren eventuell alle kommunalen Dienstleitungen bis hin zur Müllabfuhr organisieren könnte.  Das alles sei möglich, weil das Projekt gründlich vorbereitet worden sei und weil in den vergangenen Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit das Vertrauen gewachsen sei.

Zur Umsetzung der Fusion sei ein komplexes System rechtlicher Prüfungen und Regelungen nötig, die inzwischen alle von der Kommunalaufsicht und den Kommunalverbänden geprüft worden seien, so die Bürgermeister Hartmut Linnekugel und Jürgen van der Horst in einem gemeinsamen Pressegespräch. 

Als Vision bezeichnete Van der Horst den Tag, an dem die Gebührenhoheit beider Städte auf den Zweckverband übertragen werde.  Die Gebührenhoheit habe sich eigentlich überlebt, seit von den Aufsichtsbehörden keine „politischen Preise“ mehr geduldet würden.

In die Gebühren müssten alle Kosten einfließen. So errechneten sich die Gebühren quasi von allein. Allein seien allein die Kostenstrukturen und die seien in einem Zweckverband zweier Städte günstiger, weil man zum Beispiel auf einen gemeinsamen Personalpool zurückgreifen könne. Urlaubs- und Krankheitsvertretungen seien so leichter zu organisieren.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare