Gelungene Generalprobe

Schlacht um Landau und Festspiel vom Siebringhäuser Zopfritt bieten Zeitreise in den 30-jährigen Krieg

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Höhepunkt des Festspiels vom Siebringhäuser Zopfritt ist die wilde Verfolgungsjagd hoch zu Ross. Hier verliert die mutige Katrin nur ihren Zopf. Das Schwert ihres Verfolgers verfehlt ihren Kopf.

Bad Arolsen-Landau. Pulverdampf und wilde Verfolgungsjagd mit Pferden: Eine Woche vor Beginn der auf zwei Wochenenden angelegten Jubiläumsfeierlichkeiten zum 500-jährigen Bestehen der Schützengilde Landau haben die Schützen das Festspiel vom Siebringhäuser Zopfritt und die Schlacht um Landau geprobt.

Diesmal ist alles anders: Der neue Schlossherr in der Bergstadt, Alexander Fitz, hat die mittelalterliche Burganlage mit Torbogenhaus und großzügiger Platzanlage als Kulisse für das große Spektakel zur Verfügung gestellt. 

Und so steht die Bühne für das Festspiel diesmal nicht vor dem Rathaus, sondern unter großen Bäumen vor dem prächtig renovierten Schloss. Und die mutige Katrin läuft vom Burgberg hoch auf den Schlossplatz, wo ihr Verfolger hoch zu Ross ihr den leuchtend roten Zopf mit einem Schwerthieb vom Schopf abtrennt.

Schützenjubiläum Landau: Generalprobe für Festspiel und Schlacht um Landau

Schützenjubiläum Landau: Generalprobe für Festspiel und Schlacht um Landau

Spektakulär ist auch die Schlacht um Landau, wenn die Kanoniere aus Helsen, Rhoden, Korbach, Münden, Freienhagen, Mühlhausen und Landau auf dem Burgberg Stellung beziehen und aus allen Rohren feiern.

Mit dabei sind nicht die nur die rund 250 in historische Gewänder gekleidete Landauer, sondern auch rund 60 befreundete Historiendarsteller aus ganz Deutschland und mehreren europäischen Ländern. 

Zugesagt haben unter anderem Landsknechte aus Dinkelsbühl, Treyskirchen, Rotenburg, Altdorf bei Nürnberg, Schöppenstedt bei Braunschweig, Nordheim, Reston in Schottland und Geertruidenburg in den Niederlanden. 

Das gibt wahrlich  ein Spektakel! - Dargestellt wird eine Schlacht im 30-Jährigen Krieg. Die Bewohner der Bergstadt Landau sehen sich von den vorrückenden Schweden bedrängt und müssen sich mit eigenen Kräften und Unterstützern aus den Nachbarstädten behaupten. 

Es gibt Verhandlungen um Kontributionen, Gemetzel vor der Stadtmauer und plündernde Weiber, die nach der Schlacht alles Wertvolle und Wiederverwertbare einsammeln: Schwerter, Messer, Stiefel.

Das alles und noch viel ist am kommenden und darauf folgenden Wochenende bei freiem Eintritt zu bestaunen.

Premiere hat das Festspiel vom Siebringhäuser Zopfritt unter freien Himmel zwischen Schloss und Torbogenhaus am Sonnabend, 27. Mai um 18.30 Uhr. Außerdem wird es am Sonntag, 28. Mai um 17.30 Uhr sowie am Pfingstsamstag um 18.30 Uhr aufgeführt.

Die Schlacht um Landau beginnt am Sonnabend, 27. Mai,   um 14 Uhr mit einem Exerzitium der historischen Truppen, um 15 Uhr ist die Verhandlung vor der Schlacht, um 16 Uhr Schlacht mit  Erstürmung der Bergstadt und Versorgung der Verwundeten. Am Sonntag, 28. Mai, werden all diese Programmpunkte jeweils eine Stunde früher beginnen.

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