Wohnungsbaugenossenschaft Bad Arolsen legt Bilanz für 2013 vor

Geschäftszweck: günstiger Wohnraum

+
Die Wohnungsbaugenossenschaft modernisiert ihre neuen Häuser an der Bodelschwinghstraße. Das Konzept erläutert Geschäftsführer Volker Schultze.

Bad Arolsen - Größter Vermieter in Nordwaldeck ist die Wohnungsbaugenossenschaft mit 98 Häusern, 604 Mietwohnungen, fünf Läden und 194 Garagen. Neben eigenen Wohnungen verwaltet die Genossenschaft mit ihren acht Angestellten in Voll- und Teilzeit auch 600 Eigentumswohnungen in 45 Eigentümergemeinschaften sowie vier Mehrfamilienhäuser mit 30 Wohnungen.

Die 815 Mitglieder der Genossenschaft sind am Freitag, 27. Juni, um 17 Uhr zur Mitgliederversammlung ins Bürgerhaus eingeladen. Bei dieser Gelegenheit wird der Vorstand den Jahresbericht sowie die Gewinn- und Verlustrechnung des vergangenen Jahres vorlegen. Außerdem stehen Nachwahlen zum Aufsichtsrats an.

Der Bezug einer Genossenschaftswohnung setzt voraus, dass der Mieter Mitglied der Genossenschaft wird. Durch den Abschluss des Dauernutzungsvertrages kann die Genossenschaft dem Mieter nicht kündigen. Zudem schüttet die Wohnungsbaugenossenschaft eine vierprozentige Dividende aus.

Zum 31. Dezember hatten 815 Mitglieder 6267 Anteile gezeichnet. Die Zahl der Mitglieder erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 16, die Zahl der Anteile um 268.

Leerstand kannte die Wohnungsbaugenossenschaft im vergangenen Jahr nicht. Nur für die Dauer von Modernisierungsmaßnahmen sind einzelne Wohnungen nicht vermietet. Derzeit liegen der Genossenschaft 97 Wohnungsanfragen vor. 2013 gab es 54 Wohnungswechsel.

Neuerwerbungen

Die gravierendste Veränderung ergab sich im vergangenen Jahr durch die Übernahme der Verwaltung des Schreiber‘schen Hauses für die Hannelore- und Heinz-Jürgen-Schäfer-Stiftung. Das Schreiber‘sche Haus gehört zu den ältesten Häusern der barocken Stadt Bad Arolsen. Das Haus aus dem Jahr 1717 wird nach wie vor als Museum genutzt.

Ebenfalls in der Verwaltung der Wohnungsbaugenossenschaft ist das Mietshaus der Küttler-Stiftung mit 36 Wohnungen plus Hausmeisterwohnung.

Durch den Ankauf der Häuser Wilhelm-von-Humboldt-Straße 2, 4, 6 und 8 wurde das Angebot an Mietwohnungen weiter ausgebaut. Der Ankauf wurde mit einem Darlehen finanziert, das aufgrund der aktuellen Zinslage auf die Dauer von 15 Jahren abgeschlossen wurde. Nach 15 Jahren ist das Annuitätendarlehen vollständig getilgt.

Die neuen Gebäude werden jetzt Zug um Zug auf das Qualitätsniveau der Bestandswohnungen angepasst.

Die Gewinn- und Verlustrechnung für das laufende Jahr weist Umsatzerlöse aus der Hausbewirtschaftung in Höhe von 2,6 Millionen Euro aus, sowie 106000 Euro aus Betreuungstätigkeit.

Die Aufwendungen für die Hausbewirtschaftung summierten sich auf 1,6 Millionen Euro, der Personalaufwand auf rund 430000 Euro. Nach Abschreibungen blieb ein Erlös von 195000 Euro. Davon mussten 65000 Euro Steuern gezahlt werden. 94000 Euro werden den Rücklagen zugeführt. Bleiben 36000 Euro Bilanzgewinn, der als Dividende an die Mitglieder ausgezahlt wird.

Regelmäßig investieren

Die Bilanzsumme hat ein Volumen von rund 11,7 Millionen Euro. Davon machen auf der Aktivseite die Grundstücke und Gebäude mit 9,8 Millionen Euro den dicksten Brocken aus. Die Finanzanlagen belaufen sich auf 201570 Euro, das Umlaufvermögen wird mit 977000 Euro angegeben, Guthaben und Bausparguthaben summieren sich auf 585000 Euro.

Auf der Passivseite machen die Geschäftsguthaben der Mitglieder 977000 Euro aus. Die Rücklagen belaufen sich auf 4,7 Millionen Euro. Die Rückstellungen sind mit knapp 85000 Euro bilanziert, die Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten summieren sich auf 4,8 Millionen Euro. Die erhaltenen Anzahlungen belaufen sich auf 864000 Euro.

Die Wohnungsbaugenossenschaft investiert regelmäßig große Summen in die Erhaltung und Modernisierung ihrer Immobilien: In der Jahnstraße 42a wurden drei Wohnungen für 61000 Euro modernisiert. 225000 Euro flossen in die Balkonsanierung und in die Wärmedämmung der Häuser Bodelschwinghstraße 6 und 8.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare