Beitrag zum 300-jährigen Stadtjubiläum

Stelen erzählen Geschichte des Bad Arolser  Bathildisheims

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Sie haben die 107-jährige Geschichte des Bathildisheims aufgearbeitet und auf zehn Metallstelen präsentiert: Dr. Ursula Braun, Dr. Jürgen Leiter, Archivarin Maren Heynck, Rudolf Röhr, Albert Schmidt und Herbert Weygandt. (von links) Mit im Bild: die Nachkommen der Namensgeberin, Fürst Wi ttekind (3. von rechts) und Carl Anton Prinz zu Waldeck und Pyrmont (r.). 

Bad Arolsen.  Über die 107-jährige Geschichte des Bad Arolser Bathildisheims können Interessierte sich  auf zehn Infotafeln auf Metallstelen informieren. Sie  erzählen von der Gründung des Heimes bis zur heutigen Einrichtung, in der rund 1400 Menschen mit Behinderungen an verschiedenen Orten in Nordhessen betreut werden.

 „Wir wollten etwas schaffen, was jedermann jederzeit zugänglich ist“, erklärte Initiator Herbert Weygandt anlässlich der Einweihung die Gründe, die Tafeln im freien Raum aufzustellen.

Das gesteckte Ziel, eine Art Geschichtsfries in chronologischer Reihenfolge zu schaffen, hat die Gruppe um Ideengeber Weygandt optisch ansprechend, informativ und auch für Rollstuhlfahrer gut lesbar erreicht.

Allen Beteiligten dankte Dr. Jürgen Leiter als Vorsitzender der Mitgliederversammlung und schloss damit auch Albert Schmidt, Rudolf Röhr, Pfarrerin Irene Dittmann-Mekideche, Dr. Ursula Braun, Archivarin Maren Heynck und Reinhold Küster mit ein. Auszubildende des Berufsbildungswerks Nordhessen hatten die Stelen nach dem Entwurf des Architekturbüros Müntinga angefertigt, Mitarbeiter des Bathildisheim verankerten sie an Ort und Stelle.

Was macht das Bathildisheim?

 Ein weiterer Dank ging an alle Sponsoren, mit deren Hilfe es gelang, das Projekt zu stemmen. Dass mit Wittekind Fürst zu Waldeck und Pyrmont und Prinz Carl Anton auch zwei Mitglieder des Fürstenhauses zugegen waren, stieß bei den Verantwortlichen auf besondere Freude.

Schließlich sei es die Leistung der Namensgeberin der Einrichtung gewesen, ein Bewusstsein für Behinderte in der Öffentlichkeit zu schaffen. Sowohl der Fürstin Bathildis als auch Karl Preising ist eine eigene Stele gewidmet.

Pfarrer Preisings besonderer Verdienst war es, die Heimbewohner in der Zeit des Nationalsozialismus in Helser Familien unterzubringen und damit ihr Leben zu retten.

„Welch eine integrative Kraft geht von so einer Einrichtung aus“, stellte Herbert Weygandt inmitten der großen Runde fest, die sich zur Einweihung eingefunden hatte.

Zum 300-jährigen Stadtjubiläum bilden die Stelen am Fußweg zum Festsaal nun eine weitere wichtige Facette der Stadtgeschichte ab.

(von Sandra Simshäuser)

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