Hilfe in Familien ohne ausreichende Computer-Ausrüstung

Gespendete Laptops ermöglichen Helser Schülern Home-Schooling

Computerspende vom Verein „Zähne helfen Kinder“ und der IT-Beratungsfirma Pohl Consulting an die Grundschule Helsen. Mit großem Sicherheitsabstand sind hier zu sehen von links die Konrektorin Heike Hilbricht-Weltekam, Julia Potthof und Reinhard Rost vom vom Verein „Zähne helfen Kindern“ Andreas und Claudia Pohl von Pohl-Consulting sowie die Helser Schulleiterin Ute Schmidt-Frey. Foto: Elmar Schulten

Bad Arolsen-Helsen – Die Valentin-Grundschule Helsen hat eine Spende von neun wieder aufbereiteten Marken-Laptops im Wert von 3000 Euro im Einkaufspreis sowie 24-Zoll-Bildschirme, Tastaturen und Mäusen für noch einmal rund 1500 Euro bekommen.

Das Geld für die Laptops stammt aus dem Erlös des Zahngoldes, das der Verein „Zähne helfen Kindern“ in Zahnarztpraxen sammelt. Das Altgold wird aufbereitet, verkauft und vom Verein an wohltätige Projekte weitergereicht werden, die Kindern und Jugendlichen zugute kommen.

Große Bildschirme

Der Zahntechniker Reinhard Rost und seine Tochter Julia Potthof sind seit vielen Jahren für den Verein im Einsatz und haben viele Projekte in Kindergärten und Schulen gefördert, nun also die Laptops. Die dazugehörigen 24-Zoll-Bildschirme sollen den Kindern die stundenlange Bildschirmarbeit an den Laptops erleichtern, sagt Computerexperte Andreas Pohl.

Die Firma Pohl-Consulting seiner Frau Claudia Pohl unterstützt zum wiederholten Mal die technische Aufrüstung von Schulen in Bad Arolsen. Julia Potthof und die Pohls sind selber Eltern, die derzeit schmerzlich erfahren, wie schwierig sich der aktuelle Unterricht für ihre Kinder an Computern gestaltet.

Schwer betroffen

Die Kontaktbeschränkungen treffen die Schulen hart. An einen regulären Unterrichtsbetrieb ist seit Wochen nicht mehr zu denken. Umso wichtiger wird das Lernen am Computer. Pädagogen sprechen vom Home-Schooling, das aber nur funktioniert, wenn auch alle Schüler mit brauchbarer Computer-Hardware ausgestattet sind. Das ist aber längst nicht der Fall, wie auch die beiden Leiterinnen der Valentin-Grundschule Bad Arolsen, Ute Schmidt-Frey und Heike Hilbricht-Wetekam, wissen.

Einige Kinder seien von ihren Eltern optimal mit Computern versorgt und würden auch so angeleitet, dass der Unterricht aus der Ferne gut funktioniere. Andere Familien seien aber nicht so gut mit Technik ausgestattet, so dass die Gefahr bestehe, dass Kinder aus solchen Haushalten in der Corona-Krise den Anschluss verpassen könnten.

Das hilft Schülern

Die Computerspenden kommen nun wie gerufen. Schulleiterin Ute Schmidt-Frey sprach gar von einem „warmen Regen für die Schule und die Kinder.“ Die Klassenlehrerinnen wüssten sehr wohl, welche Kinder wie gut für das Home-Schooling vorbereitet seien. 

Im Kollegium sei beraten worden, an welche Kinder die Laptops weitergeleitet werden müssten. In einzelnen Fällen könnten mehrere Geschwisterkinder an verschiedenen Schulen von der Computerspende profitieren. Genau das sei auch der Wunsch der Spender, so Andreas Pohl. Man wolle Kindern und Jugendlichen helfen, den Lernstoff möglichst gut zu nutzen. Die Laptops und Bildschirme seien mit Microsoft Word und einem Virenscanner ausgerüstet und sofort einsatzbereit.

Das leistet die Schule

Nun müsse die Schule die Lernsoftware mit den nötigen Lizenzen zur Verfügung stellen. Als Vater eines schulpflichtigen Kinder habe er nicht den Eindruck, dass die Milliardenmittel aus dem Digitalpakt für die Schulen schon dort angekommen seien, wo sie auch benötigt würden, so Pohl.

Deshalb werbe er dafür, dass Firmen mit gutem Beispiel vorangingen und die Schulen und Familien bei der Ausstattung der Schüler mit dem Allernötigsten unterstützen. Sein Unternehmen, die Firma Pohl Consulting sei dann immer bereit, mit Know-How und weiterer Hardware wie in diesem Fall den Bildschirmen begleitend zu helfen.

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