Gespräche über Gott und die Welt

Rollende Kirchenbank ist ein Experiment der  katholischen Kirche in Bad Arolsen

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Rollende Kirchenbank in der Großen Allee: Veronika Marschall(links) und die katholische Gemeindereferentin Elisabeth Mölder wollen in diesem Sommer ein Gesprächsangebot an Spaziergänger in der Großen Allee ausprobieren: Wer mag, kann sich niederlassen und ein Gespräch über Gott und die Welt einlassen.

Bad Arolsen. Mit einer rollenden Kirchenbank wollen Veronika Marschall und die katholische Gemeindereferentin Elisabeth Mölder in diesem Sommer etwas ganz Neues ausprobieren.

Die Kirche wartet nicht mehr nur darauf, dass die Menschen zu ihr kommen, sondern die Kirche geht zu den Menschen. 

Dazu haben die beiden eine ausrangierte Kirchenbank aus der Kapelle des Waldeckischen Diakonissenhauses von Schreinermeister Theo Zeides mit Rollen versehen lassen. 

Damit lässt sich das sperrige Möbel leicht in der Großen Allee hin- und herfahren. An verschiedenen Station, vor der Schön-Klinik, vor dem Rathaus, vor dem Krankenhaus oder vor den Schulen, wird die Bank dann abwechselnd einen Stopp einlegen und zum Gespräch einladen.

 Immer wird eine Gesprächspartnerin vor Ort sein und ein offenes Ohr haben. Missionierung ist allerdings nicht ihr Thema. Es soll um Alltagsthemen gehen, vielleicht auch um ganz individuelle Sorgen und Nöte, um Gott und die Welt. Ganz zwanglos.

 Die Idee für den Bau einer rollenden Kirchenbank hat Elisabeth Mölder aus Bielefeld mitgebracht. „Fest und Tanzveranstaltungen kann jeder Verein anbieten“, argumentiert die Gemeindereferentin, „aber tiefgründige Gespräche sind etwas Besonderes, was eigentlich nur die Kirchen anbieten.“ 

Das Ganze ist ein Experiment: „Wir müssen als Kirche raus aus der Komfortzone und dahin gehen, wo die Menschen sind.“ Die rollende Kirchenbank ist dabei nur ein Anfang.

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