Bad Arolsen/Kassel

Tat gleicht einer Hinrichtung

- Bad Arolsen-Mengeringhausen/Kassel (-ah-). „Lebenslänglich“ fordert der Staatsanwalt für Guiseppe S. der am 27. Juni 2010 seine Ex-Frau in Mengeringhausen erschoss.

Heimtücke und niedere Beweggründe führte der Vertreter Anklage als Merkmale der Bluttat am 27. Juni gegen 0.10 Uhr vor dem Haus Finkenweg 10 an. Der Ex-Mann sei mit scharfer Schusswaffe, Schalldämpfer, Dachdeckerhammer und Sturmhaube in einem Rucksack zu seiner früheren Ehefrau gegangen – „so was trägt man nicht in einer lauen Sommernacht, wenn man nur durchsetzen will, dass die eigenen Kinder mit einem in den Urlaub fahren können“, erklärte der Staatsanwalt am Mittwoch.

„Hinrichtungsähnlich“ habe S. seine Frau mit vier Schüssen aus seiner mit Schalldämpfer ausgerüsteten Waffe umgebracht. Auf die bereits zu Boden gesackte Frau und Mutter der gemeinsamen Kinder habe er noch einmal geschossen.

Der Staatsanwalt sprach von Heimtücke: Darum handele es sich nicht nur, wenn der Täter plötzlich aus der Hecke springe. Sondern auch, wenn er seinem Opfer auflauere und mit ihm in einen Streit gerate. Der Staatsanwalt folgte auch der Einschätzung des Gutachters: keine Affekthandlung, keine verminderte Schuldfähigkeit, keine gestörte Bewusstseinstrübung. Ein „Dreiklang von Geld, Kindern und Eifersucht“ habe zu der Tat geführt, stellte der Ankläger fest.

Mehr lesen Sie in den Ausgaben der WLZ-FZ vom Donnerstag, 21. Juli 2011.

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