Zahngoldspenden helfen Tagesstätten in der Region

Gold für die Kindergärten

Bad Arolsen - Raus aus der Schatulle und rein in den Schmelztiegel: Über den Verein „Zähne helfen Kindern“ werden heimische Kindergärten mit 6500 Euro Erlös aus gesammeltem Zahngold unterstützt.

Mit altem Zahngold den Nachwuchs fördern, diese Idee hat Reinhard Rost vor sechs Jahren in die Tat umgesetzt. Mit dem eigens gegründeten Verein „Zähne helfen Kindern“ unterstützt der Chef des gleichnamigen Bad Arolser Dentallabors seitdem Kindergärten in der Großgemeinde und darüber hinaus. Stolze 15 100 Euro sind seit der Gründung im Jahr 2008 zusammengekommen. Das Prinzip ist einfach: Das Labor verteilt Sammelboxen an teilnehmende Zahnarztpraxen. Die aktuell fünf Praxen aus Bad Arolsen geben den von Patienten gespendeten Zahnersatz an das Volkmarser Unternehmen „Schwedengold“ weiter. Dort werden die alten Zahnkronen und Brücken kostenlos für den guten Zweck eingeschmolzen. Über eine Spende in Höhe von jeweils 1000 Euro freuen sich in diesem Jahr die Kindergärten in Massenhausen und Schmillinghausen. Unterstützt werden ferner die Kita Wetterburg mit 952 Euro, der Kindergarten in Helsen mit 500 Euro und die am Arolser Königsberg mit 400 Euro. Die Schule und die Jugendfeuerwehr in Giflitz erhalten jeweils 500 Euro, die Kitas in Twiste 100 Euro, in Breuna 240 Euro und in Oberlistingen 230 Euro. „Gut, dass es diese Aktion gibt“, befand Pfarrer Christian Rehkate, Vorsitzender des Zweckverbands Evangelischer Kindertagesstätten Bad Arolsen, bei der Übergabe im Kindergarten Königsberg. Durch die Spende ermöglichte Investitionen wie eine Kinderbücherei im Kindergarten Massenhausen oder zwei neue Spielzeugschränke für die Kita Wetterburg könnten vom normalen Etat kaum gestemmt werden.In der Residenzstadt wird das Zahngold unter anderem in der Gemeinschaftspraxis von Dr. Karl Hesse und Dr. Thomas Schierenberg gesammelt. Als Partner der Kindergärten Wetterburg und Königsberg legen beide Wert darauf, „dass der Erlös in den heimischen Kindergärten ankommt“, wie Thomas Schierenberg bekräftigt. Initiator Reinhard Rost ist optimistisch, dass sich zukünftig noch weitere Praxen an der Aktion beteiligen werden.

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