Golf am Twistesee

Kleiner Ball, großer Sport

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Übung macht den Champion –der Nachwuchs des Golfclubs in Aktion.

Putten, Chippen, Pitchen – zum Golfschlag gehören viele Tricks und fleißige Übung. Elitär-Klischees beiseite – dieser Sport mit dem kleinen Ball in grüner Umgebung ist super zum Auspowern und Erholen. Zum Beispiel im Golf- und Landclub Bad Arolsen auf den schönen Hügeln am Twistesee.

Die Bad Arolser Dr. Joachim Gottschalk, Prof. Dr. Gerd Hesse, Werner Emrich, Willy Lehmann, Heinz Michel, Friedhelm Lange und Rolf Brandt gehörten zu den treibenden Kräften, als der Golf- und Landclub Bad Arolsen e.V. am 24. Februar 1997 gegründet wurde. Mit der BVG Freizeitanlagen und Verwaltungs GmbH & Co. Golf Resort KG aus Kümmersbrück wurde ein Investor gefunden zum Bau der Anlage. Nach der Baugenehmigung für die Golfanlage am Twistesee erfolgte der Spatenstich am 30. Mai 1997. Clou ist die Drivingrange, die im September 1997 eröffnet wurde. 1998 war die Anlage in der heutigen Form mit Clubhaus fertig. Seit 2003 wird die Anlage von der Twistesee Golf GmbH betrieben, deren geschäftsführender Gesellschafter Andreas Motyl ist.

Beim Putten sind Gefühl und Technik gefragt.

„Die reizvolle geografische Lage am Twistesee sollte das Freizeitangebot erweitern und dazu beitragen, den Fremdenverkehr der Badestadt zu beleben“, so Clubpräsident Udo Lossau, der erklärt: „Das Ziel unseres Clubs ist die Ausübung dieses hoch komplexen Sports in der Gemeinschaft und an der frischen Luft. Dabei wollen wir alle Altersgruppen einbeziehen, also auch Jugendliche ausbilden.“

So ist das Vereinsleben durch gemeinsame Golfrunden auf dem Platz geprägt, aber auch durch die anschließende Geselligkeit. Dazu dienen nicht zuletzt die regelmäßig stattfindenden Turniere. Dafür gehört viel Übung, so trainieren die über 50 Mannschaftsspieler jeden Freitag. Und das kostenlose Jugendtraining steigt dienstags, donnerstags und freitags. Trainer ist Professional Tim Baehr.

„Wir möchten Jugendliche zu diesem Sport in der Natur bringen und sie dafür begeistern, ja, sie fördern. Wir setzen auf den Nachwuchs, schon um unseren Club weiter auszubauen“, sagt Lossau.

Natürlich kommen auch die sportlich Ehrgeizigen im Club voll auf ihre Kosten. Von den fast 500 Mitgliedern nehmen rund ein Viertel an den wöchentlich stattfindenden Turnieren teil. Ziel ist es stets, das jeweilige Handicap (HDC) zu bestätigen oder zu verbessern. Die „erste“ Mannschaften des Clubs sowie die Mannschaften der AK30, AK50, AK65 und die der Hochsauerlandliga nehmen an jährlichen hessenweiten Wettkämpfen teil. Durch Corona sind diese hessenweiten Wettkämpfe in diesem Jahr jedoch weitgehend abgesagt. „Unsere Mitglieder freuen sich aber bereits schon auf die neue Saison“, betont Udo Lossau.

Schließlich finden auf der Anlage jede Woche Wettkämpfe statt. Bei den Turnieren über neun Bahnen montagsabends sind viele Golfer aus Nordhessen dabei.

Natürlich soll auch der Tourismus mit einbezogen werden. „Es könnten mehr Gäste kommen – aber wir sind nicht unzufrieden“, sagt Lossau. Die Neun-Loch-Anlage sei in einem Top-Zustand, das habe sich bereits seit geraumer Zeit herumgesprochen. So kämen zumindest viele Feriengäste aus dem nordhessischen Raum. Übrigens: Jeder Golfer aus Deutschland kann sich auf der Golfanlage am Twistesee online eine Startzeit buchen. Somit werden Wartezeiten ausgeschlossen.

Muskeltraining und frische Luft

Doch was ist aus Sicht der Aktiven das Faszinierende an diesem Sport? „Beim Golfschwung werden über 100 Muskeln gleichzeitig beansprucht. Es ist also ein Höchstmaß an Konzentration in der Bewegung erforderlich, um die kleine weiße Kugel dahin zu spielen, wo sie hin soll, nämlich in the Hole“, erklärt der Clubpräsident und schwärmt: „Man kann sich beim Golf an der frischen Luft mit Gleichgesinnten bewegen. Dabei spielen alle ,Leistungsklassen’, vom Anfänger bis zum Spitzensportler, gemeinsam in einem Flight – das ist besonders reizvoll.“

Die landschaftlich reizvolle Anlage am Twistesee bietet perfekte Bedingungen.

Inzwischen genießen viele Sportler diese Vorteile. So sind im Bad Arolser Club derzeit fast 500 Mitglieder vereint. Dabei sind Jung und Alt gleichermaßen vertreten, die Altersstruktur reicht vom Vier- bis Neunzigjährigen.

Eine große Rolle spielt die gute Gemeinschaft. So sind die Mannschaftsmitglieder, die mehrfach wöchentlich gemeinsam trainieren, am engsten miteinander vertraut. Ebenso andere Gruppen wie beispielsweise die Seniorinnen und Senioren, die sich wöchentlich mehrfach auf der Anlage treffen.

Schließlich gebe es auch von außen Unterstützung – im bescheidenen Umfang von Sponsoren, aber auch durch die Verbände wie dem Hessischen und Deutschen Golfverband.

Dem immer noch etwas snobbigen Image von Golf zum Trotz wird hier also echter Breitensport geboten. Wer Lust hat mal reinzuschnuppern, kann sich gern zu einem der regelmäßig stattfindenden Einsteigerkursen unter Leitung von Tim Baehr anmelden – Interessierte sind stets herzlich willkommen. Wenn es dann „gezündet“ hat, erfolgt der Lehrgang zu den Platzreifen.

Die Ausrüstung wird dabei kostenlos gestellt. Nach bestandener Prüfung zur Platzreife bietet der Club unterschiedliche Ausrüstungsmodelle an, um die Golfanlage bespielen zu dürfen. Eine neue Markenausrüstung mit Schlägern und anderem Equipment für Einsteiger gibt es im PRO-Shop schon ab 299 Euro. Für Fortgeschrittende gibt es wesentlich teurere Modelle – ohne preisliche Grenze nach oben.

Neben der Mitgliedschaft im Golf- und Landclub Bad Arolsen (im ersten Jahr 44 Euro im Monat, danach 65 Euro) ist eine Spielberechtigung mit der Twistesee Golf GmbH zu vereinbaren. Die jährlichen Kosten hängen insbesondere vom Alter ab. Für die ganz „kleinen“ ist zunächst fast alles kostenlos.

Schließlich betont Udo Lossau: „Wer sich für unseren Sport entscheidet, sollte sich wöchentlich ein wenig Zeit dafür nehmen. Es lohnt sich, denn bei den Touren über die Anlage kann man hervorragend von seinem stressigen Job abschalten“.  

Info: Informationen zum Golf- und Landclub Bad Arolsen und den Einstiegsmöglichkeiten gibt es unter www.golf-arolsen.de oder Tel. 05691 628444 oder beim Clubpräsidenten persönlich.

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