Bad Arolsen

Große Lösung sichert vier Grundschulstandorte

- Bad Arolsen (-es-). Mit einer Resolution an den Kreistag wollten es Magistrat und Stadtverordnetenversammlung bewenden lassen. Zur langfristigen Sicherung aller vier Grundschulstandorte im Stadtgebiet hat Bürgermeister Jürgen van der Horst während der Schulferien einen eigenen Entwurf zur Fortschreibung des Schulentwicklungsplans erarbeitet und mit den Schulleiterinnen abgestimmt.

Inzwischen wurden auch die Ortsbeiräte informiert, sodass am Donnerstag um 20 Uhr der Haupt- und Finanzausschuss im Sitzungssaal des Rathauses darüber beraten kann. Der endgültige Beschluss ist dann in der kommenden Woche vom Stadtparlament und demnächst auch vom Kreistag zu fassen. Kernstück der jetzt gefundenen „großen Lösung“ ist die Einbeziehung aller Kinder im Stadtgebiet. Während bisher Schüler aus Kohlgrund und Schmillinghausen nach Diemelstadt gefahren wurden und Kinder aus Bühle nach Wolfhagen, sollen künftig möglichst alle Arolser auch Arolser Schulen besuchen. Bei der Neuzuteilung der einzelnen Stadtteile zu den Grundschulen in Landau, Mengeringhausen, Arolsen und Helsen wurden die optimalen Fahrrouten für die Schulbusse berücksichtigt. Veränderungen gibt es durch die Umsetzung der großen Lösung für die Stadtteile Bühle, Neu-Berich, Kohlgrund und Schmillinghausen sowie für das Remmeker Feld. Außerdem für das Überschneidungsgebiet zwischen den Grundschulen­ Helsen und Bad Arolsen, das sind einzelne Straßenzüge­ im Stadtgebiet, die dann nicht mehr der Grundschule Bad Arolsen, sondern der Grundschule Helsen zugeordnet werden. Die Kinder aus Bühle und Neu-Berich und dem Remmeker Feld sollen zukünftig die Grundschule in Landau besuchen und die Kinder aus Kohlgrund und Schmillinghausen die Grundschule in Helsen. Die Änderungen im Schulentwicklungsplan sollen ab 2011 greifen. Das heißt, alle Kinder, die ab dem Schuljahr 2011/2012 eingeschult werden, sollen die Schule im neu zugeschnittenen Grundschulbezirk besuchen. Alle zuvor eingeschulten Kin- der werden weiterhin ihre alte Schule besuchen. Die neuen Zuschnitte gewährleisten zumindest im derzeit absehbaren Planungszeitraum 2011 bis 2015, dass die vier Grundschulstandorte gesichert sind, größtenteils kleine Klas- senzuschnitte aufweisen und die Fahrtzeiten für die Schüler verkürzt werden. Nach den bisher bekannten Geburtenzahlen würde das für die Grundschule Bad Arolsen rechnerisch fast keine Veränderung bedeuten. Man geht von Schülerzahlen zwischen 51 und 42 aus. Auch für die Grundschule Helsen würde sich mit knapp 30 Schülern nichts ändern. In der Nicolaischule Mengeringhausen rechnet man nach bisherigem und neuen Modell mit durchgängig knapp 40 Schülern pro Jahrgang. Die Grundschule Landau jedoch könnte statt mit Jahrgangsstärken zwischen fünf und zehn künftig mit 15 bis 20 Schülern rechnen. Damit wäre der Standort sicher. Genau das war das Ziel aller politischen Bemühungen. (es)

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