Erstmals wieder größere Bürgerversammlung in der Stadthalle

Große Pläne für die Thiele-Aue werden vorgestellt

Das ist der Plan für die Renaturierung der Thieleaue: Von links Bürgermeister Jürgen van der Horst, Marco Tröger und Petra Gerhold vom städtischen Fachbereich Stadtentwicklung, Bauen und Immobilien.
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Das ist der Plan für die Renaturierung der Thieleaue: Von links Bürgermeister Jürgen van der Horst, Marco Tröger und Petra Gerhold vom städtischen Fachbereich Stadtentwicklung, Bauen und Immobilien.

Der seit Jahren erwartete Abriss des alten Hallenbads im Thielebachtal ist nur ein Aspekt der jetzt im großen Stil geplanten Renaturierung der Thiele-Aue. Bis zu vier Millionen Euro wird das Projekt voraussichtlich verschlingen, das eine Neugestaltung der Talaue von der Firma Essex bis zum Knusterweg vorsieht.

Bad Arolsen - Über die Details will die Stadtverwaltung bei einer Bürgerinformationsveranstaltung am Mittwoch, 30. Juni, ab 17 Uhr in der Stadthalle Mengeringhausen ausführlich berichten. Nach den kräftig gelockerten Corona-Schutzregeln sind bis zu 200 Personen in der Stadthalle zugelassen, die mit Hochleistungslüfter ausgestattet ist.

Da zurzeit nicht abschätzbar ist, wie groß das öffentliche Interesse an dem Projekt tatsächlich ist, bittet der Magistrat um vorherige Anmeldung, und zwar entweder per Mail an rita.felgentreter@bad-arolsen.de oder telefonisch an Werktagen von 8 bis 13 Uhr unter 05691/801-157. Außerdem gibt es ein Kontaktformular auf der städtischen Homepage. Grundsätzlich gilt, dass es Zutritt zu der Veranstaltung für Geimpfte, Genesene oder negative Getestete gibt. Ein Zutritt ohne Anmeldung ist nur möglich, wenn bei Veranstaltungsbeginn noch Sitzplätze frei sind.

Viele Vorhaben miteinander verknüpft

Wer die Ankündigung von Bürgermeister Jürgen van der Horst hört, der ahnt, dass sich die Mühe der Anmeldung lohnt, denn es gibt viel zu besprechen.

Die Stadtverwaltung hat die lange Planungsphase dazu genutzt, alle möglichen Förderprogramme anzuzapfen, um jeweils unterschiedliche Aspekte abzuarbeiten, die in der Gesamtschau ein Gesamtbild ergeben, dass das Thielebachtal sowohl aus naturschützerischer Sicht, als auch unter den Aspekten der Wohnqualität deutlich aufbessert. Zum einen geht es darum, die Vorschriften der europäischen Wasserrahmenrichtlinie zu erfüllen und den natürlichen Bachlauf wiederherzustellen. Zum anderen sollen nun endlich auch die baufälligen Reste des alten Hallenbades dem Erdboden gleichgemacht werden.

Nach erneuter Untersuchung gilt die Brandruine als nicht erhaltenswürdig. Nachdem die Holzleimbinder viele Jahre lang den Witterungseinflüssen ausgesetzt waren und zum Schluss auch noch mehrfach angekokelt wurden, wäre eine Erhaltung des Daches nicht wirtschaftlich darstellbar, so der Bürgermeister.

Viele Zuschüsse fest mit eingeplant

Dennoch solle in diesem Bereich ein attraktives Angebot für die Jugend entstehen. Der dahinter liegende Teich, der als stehendes Gewässer ohne nennenswerten Wasseraustausch ein eigenes Biotop mit großem Problemgehalt darstellt, muss aufwendig revitalisiert werden.

Der Magistrat erwartet zu den unterschiedlichen Teilabschnitten Zuschüsse in der Größenordnung zwischen 66 und 90 Prozent. (Elmar Schulten)

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