Gute Freunde aus den USA schreiben plötzlich ganz unglaubliche Sätze

Entsetzt über politische  Äußerungen

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Silke von der Emde aus Mengeringhausen und Bert Wachsmuth leben in Poughkeepsie im Staat New York.

Bad Arolsen/Hermann. Der neue amerikanische Präsident verstört mit seiner Politik, die so gar nichts mit den bisher geltenden Werten der freien Welt zu tun haben scheint, selbst langjährige Amerikafreunde.

 Das spüren auch Waldecker, die in den USA leben und solche, die gute freundschaftliche Kontakte dorthin unterhalten, etwa nach Hermann im US-Bundesstaat Missouri.

Die Kleinstadt im Mittleren Westen ist seit 1987 Partnerstadt von Bad Arolsen. Hermann hat im November zu 75 Prozent für Trump gestimmt. Entsprechend zufrieden zeigen sich viele „Hermänner“ mit der Politikwende.

Dabei scheinen viele von ihnen ihre Informationen einzig von republikanisch geprägten TV-Sendern zu beziehen, oder gar vom Präsidenten direkt, via den Kurznachrichtendienst Twitter. Und was der Präsident sagt, hat für manchen im Mittleren Westen den Anspruch auf die einzige Wahrheit. Journalisten der anderen großen Sendeanstalten und vom Nachrichtenkanal CNN werden als unglaubwürdig verteufelt.

Die aktuellen E-Mails aus Hermann geben vielmals nur die Trump’sche Sichtweise der Dinge wieder: „Die, die da demonstrieren sind überwiegend junge Leute und solche, die Geld vom Staat, Sozialhilfe, beziehen“, heißt es da wahrheitswidrig.

Zur großen Mauer, die Trump in Richtung Mexiko errichten lassen will, schreibt ein guter Bekannter aus Hermann: „Ich war zuerst auch gegen die Mauer. Aber von Mexiko kommen so viele Drogen zu uns. Davon sterben auch Jugendliche in Hermann. Deshalb ist die Mauer sinnvoll, um uns hier vor Kriminalität zu schützen.“

 Schließlich hätten die Deutschen ja in Berlin gesehen, wie effektiv so eine Mauer sein könne. - Eine seltsame Sicht der Dinge in der geschichtlichen Rückschau. Ganz anders die Beobachtungen, die eine ausgewanderte Mengeringhäuserin in einem  Text für die WLZ zusammengefasst hat.

Silke von der Emde unterrichtet am Vassar-College in Poughkeepsie, im US-Staat New York, ihr Mann Bert Wachsmuth an einer Uni in New Jersey. Beide genießen als Inhaber einer Green Card das dauerhafte Bleibe- und Arbeitsrecht in den USA. Ihre Kinder sind in den Amerika geboren und tragen beide Staatsbürgerschaften.

Wie sie zu sagen haben, lesen sie in der gedruckten Ausgabe der morgigen WLZ.

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