Neudorf

Gute Weinqualität im Hause Dietzel erwartet

- Diemelstadt-Neudorf (-ah-). In Neudorf, einem der nördlichsten Weinanbaugebiete Hessens, erfolgte die Lese.

Für den edlen Tropfen namens „Wilhelm sein Weinberg“ zogen neben den Haus- und Hofherren Staatsminister a. D. Wilhelm Dietzel und Ehefrau Waltraud insgesamt rund zehn Erntearbeiter in den Weinberg oberhalb des ehemaligen Bauernhofs. Mit Handschuhen, Scheren und Eimern ausgerüstet, schnitten sie die Reben von den inzwischen 500 Weinstöcken.

Vom „goldenen Oktober“ war der Erntetag am Mittwoch jedoch wegen des diesigen Wetters noch weit entfernt, ein paar Stunden später zeigte sich die Sonne. Immerhin blieb es trocken, die Trauben waren erntereif, einige kleinere Früchte lagen bereits auf dem Boden. „Die Grünen bitte abschneiden und auf den Boden werfen“, gab der frühere CDU-Landwirtschaftsminister den Erntehelfern mit auf den Weg: „Die wirken sich nämlich negativ auf den Wein aus“, fügte Dietzel hinzu. Mit der Rosenschere und griffigen Gartenhandschuhen packte auch der Bad Arolser WLZ-Reporter mit an. Eine Premiere im Weinberg, ein ungewöhnlicher Einsatz für eine aktuelle Geschichte. Mit von der Partie waren auch Frauen aus dem Ort, Tochter Sabine war zum ersten Mal bei der Lese.Zuchtpflanzen, die seit zehn Jahren in Hessens Weinbergen zu finden sind, hat Dietzel an den Südhang gesetzt. Johanniter für den Weiß- und Regent für den Rotwein. 2005 wurden die ersten 200 Rebstöcke gepflanzt.

Mehr in der WLZ-Ausgabe von Donnerstag, 14. Oktober 2010.

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