Handballverband stellt weitere Ausnahmegenehmigung für Spielbetrieb in Aussicht

Halle Mühlhausen muss nicht vergrößert werden

Twistetal-Mühlhausen - Deutlich abgespeckt präsentiert sich der Etatentwurf 2014, den die Gemeindevertretung Twistetal einstimmig verabschiedete. Dabei wurde deutlich, dass die Erweiterung der Halle Mühlhausen vorerst vom Tisch ist.

Nach Gesprächen mit Vertretern des Hessischen Handballverbandes, so Bürgermeister Stefan Dittmann auf Nachfrage der WLZ, erklärten die Funktionäre, dass die Vergrößerung des Spielfeldes nun doch nicht zwingend erforderlich sei für die Aufrechterhaltung des Spielbetriebs. Diese Forderung war vor drei Jahren erhoben worden und stellt die Gemeinde vor erhebliche Finanzierungsprobleme. Diese Schwierigkeiten erläuterte der Rathauschef bei der Tagung des Verbandes in Kassel. Der Handballverband stellte nach Auskunft von Dittmann klar, dass er nicht unbedingt auf eine Vergrößerung poche, sondern die seit Jahren gewährte Ausnahmegenehmigung für den Spielbetrieb weiterhin erteilen werde. Sollten die Handballer in eine höhere Klasse aufsteigen, dann würden die Hallenmaße jedoch nicht ausreichen. Es sei erfreulich, dass eine Erweiterung nicht anstehe, sagte der CDU-Gemeindevertreter Christoph Dietzel in seiner Etatrede. Gleichwohl bestehe weiterhin Sanierungsbedarf. Die Erneuerung der Kanalisation, der Straßenausbau im Hingel, die Einrichtung von Krippenplätzen in Twiste (weiterer Bericht), die Schaffung eines Marktplatzes und von Bauplätzen in Berndorf (Überm Dorfe) prägten das Investitionsprogramm für das kommende Jahr. Ein Ausgleich des Haushaltes sei „ein frommer Wunsch“, sagte Dietzel. Grundsteuern und Gewerbesteuer seien erhöht worden. Ein Augenmerk müsse auf die Personalkosten gelegt werden. Einig sind sich die Sprecher der Fraktionen, dass der kommunale Finanzausgleich auf Seiten des Bundes und des Landes überdacht werden müsse. „Wir sind sparsam und umsichtig mit dem Geld umgegangen“, betonte Otto Paul (SPD). Der aktuelle Haushalt sei solide aufgebaut und mache die intensive Auseinandersetzung mit dem Zahlenwerk deutlich. Dabei habe der neue Bürgermeister als „Teamchef“ gezeigt, dass er sparen könne. Die Kommune sei in der schwierigen Lage, alle Investitionen über Kredite finanzieren zu müssen. Immerhin sei es durch die Kürzungen gelungen, die Darlehensaufnahme um 900 000 Euro zu senken. Dennoch würden noch die Sanierung der Halle in Mühlhausen und eine Erweiterung des Feuerwehrhauses Berndorf angepackt werden.Der Etatentwurf sei „ein ambitionierter Wunschzettel“ gewesen, den die Gemeindevertreter reduziert hätten, sagte Reinhard Deutschendorf (Bündnis 90/ Die Grünen). „Wir leben seit einigen Jahren über unsere Verhältnisse“, ergänzte er. Und bei der Planung für die Halle in Mühlhausen müssten die Folgekosten und die demografische Entwicklung bedacht werden. Die Gemeinde müsse auch prüfen, wie sie sich von Immobilien entlasten könne. (ah)

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