125 Jahre Brandschutz-Tradition gefeiert

Helser lassen nichts anbrennen

Hoch hinaus geht es mit dieser historischen Drehleiter, die Franz peine von Grund auf restaurierte und wieder betriebstüchtig machte. Hier wird sie Präsentiert von Friedhelm Eisenberg und xx. Foto: Elamr Schulten

Bad Arolsen-Helsen - Die Feuerwehren stehen im Mittelpunkt der Gesellschaft. Ohne Feuerwehr geht es nicht. Wenn es die Feuerwehr nicht gäbe, müsste man sie erfinden.

Mit diesem eindeutigen Bekenntnis zu den freiwilligen Feuerwehren hat Staatssekretär Werner Koch aus dem Hessischen Innenministerium der Helser Feuerwehr zum 125-jährigen Bestehen gratuliert. Er sprach sein Grußwort im Anschluss an eine Andacht mit Pfarrer Jörg Hebrank am Rande der Fahrzeugschau auf dem Parkplatz vor der Bürgerhalle.

Neben Löschfahrzeugen aus Helsen und Külte waren hier auch die Maschinen der Motorradstaffel der Johanniter-Unfallhilfe zu sehen. Die ebenfalls angekündigten Fahrzeuge der Feuerwehr Bad Arolsen waren zur gleichen Zeit beim Schwelbrand im Mengeringhäuser Kornhaus im Einsatz (siehe weiteren Bericht).

Zu diesem Löscheinsatz war auch eine Einsatzgruppe der Helser Feuerwehr unter Leitung von Andreas Janka am Mittag ausgerückt. Mit Rücksicht auf die Jubiläumsfeiern konnten die Helser jedoch als erste wieder abrücken, als klar war, dass weniger Personal als zunächst vermutet benötigt wurde.

Höhepunkt der Feiern vor der Bürgerhalle war die historische Einsatzübung, bei der die Helser Feuerwehr auch zwei alte Handdruckspritzen einsetzte. Die über viele Jahrzehnte gut gewarteten Pumpen funktionieren tatsächlich noch immer. Einziger Nachteil: Sie müssen von Hand bedient werden und wirken auf Dauer ziemlich ermüdend für die Pumpenbesatzung.

Am Abend wurden die Feiern im Gemeinschaftsraum der Bürgerhalle mit einem zünftigen Kommers fortgesetzt. Vorsitzender Hans-Peter Pesta ging dabei kurz auf die lange Geschichte des Brandschutzes in Helsen ein. (WLZ berichtete in der vergangenen Woche.)

Erster Stadtrat Helmut Hausmann würdigte den Einsatz und die ständige Bereitschaft der Feuerwehr für das Gemeinwohl und stellte fest: „Wir sind stolz auf unsere Feuerwehrleute.“

Ähnlich äußerte sich der CDU-Landtagsabgeordnete Armin Schwarz, der sich wünschte, dass auch alle Arbeitgeber das Engagement ihrer Mitarbeiter bei der Feuerwehr zu würdigen wissen.

Ortsvorsteher Michael Pesta zitierte aus der Satzung von 1889: „Die freiwillige Feuerwehr zu Helsen ist ein Verein zur Rettung des Lebens und Eigenthums der Mitmenschen aus Feuergefahr.“

Stadtbrandinspektor Karl-Heinz Meyer lobte den guten Ausbildungsstand der Helser Wehr und bekräftigte die Notwendigkeit des seit Jahren für Helsen geforderten Löschfahrzeugs LF 10: „die Unterstützung der städtischen Gremien bei der Beschaffung ist euch sicher.

Der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbands, Manfred Hankel, überbrachte Wehrführer Andreas Janka eine Jubiläumsurkunde. Die beiden stellvertretenden Stadtbrandinsspektoren zeichnete er mit der St.-Florians-Medaille in Bronze aus.

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