Kooperationstreffen der Herwig-Blankertz-Berufsschule in der ehemaligen Pommern-Kaserne

Logistische Herausforderung: Produktion voll digitalisiert

Logistische Heerausforderung: Spulen mit Kupferdraht im Lager der Firma Essex in Bad Arolsen.

Wolfhagen/Bad Arolsen. Bei einem Kooperationstreffen mit Ausbildungsbetrieben aus der Region haben die Logistik-Experten der Herwig-Blankertz-Schule ihr Ausbildungsangebot vorgestellt und den Austausch mit den Unternehmen gesucht.

Die Berufsschule in der ehemaligen Pommern-Kaserne betreut 250 Schüler in zwölf Klassen, für jedes Lehrjahr also vier Berufsschulklassen. Unter dem Leitthema „Industrie 4.0 - Neuerungen im Lager und die sich verändernden Anforderungen an die berufliche Ausbildung“ waren die Ausbilder eingeladen, ihre ganz konkreten Forderungen und wünsche an die Berufsschule zu formulieren.

Schließlich soll die Schule möglichst passgenau auf die Anforderungen im beruf vorbereiten. Und das ist durch die fortschreitende Digitalisierung manches in Bewegung geraten.

Moderne Lagerlogistik wird immer mehr von Computern gesteuert. Der altbekannte Gabelstapler wird immer mehr von selbstfahrenden Systemen abgelöst. Zettelwirtschaft war gestern. RFID-Computerchips im Karton verraten dem Lagerroboter alles über den Inhalt und die Ziele der Fracht.

Produktion voll automatisiert bei Almo in bad Almo.

So ist es auch im Lager und in den Produktionshallen der Firma Almo in Bad Arolsen. Der große Hersteller von Einmalspritzen unter dem Dach der B.Braun Melsungen wollte seine Lagerbewirtschaftung eigentlich nur automatisieren und ist nun auf dem Weg zur Volldigitalisierung, wie Almo-Mitarbeiter Torsten Kleindienst bei einem sehr anschaulichen Referat berichtete.

Die Vision, alle Prozesse in Produktion, Lagerhaltung und Vertrieb miteinander zu vernetzen wird immer schneller umgesetzt. Zweimal am Tag füllt und leert sich das firmeninterne Lager wie von Geisterhand. Und nur der Computer weiß, welche Kiste sich zu welchem Zeitpunkt wo aufhält und was ihr nächstes Ziel ist.

Ganz ähnlich die Situation bei der VW-Tochter After Sales, die 475 000 verschiedene Autoteile in ihrem Sortiment verwaltet.. Sarah Lotz berichtete, wie schnell auch in ihrem Unternehmen die Digitalisierung der Logistik fortschreitet: Scan-Handschuhe und fahrerlose Transportsysteme optimieren die Lagerhaltung und den Vertrieb von VW-Originalteilen.

Das Lehrer-Team der Herwig-Blankertz-Berufsschule in der ehemaligen Pommern-Kaserne

Der Computer berechnet die kürzesten Wege. Drohnen erledigen die Inventur. das Ziel ist die komplette Verschmelzung aller Logistik-Vorgänge.

Nur mit größt möglicher Automatisierung und Digitalisierung lasse sich der Kostendruck auffangen. Personal werde auf lange Sicht eingespart, so die Referentin auf Nachfrage

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