Ausritt Mengeringhäuser Schützen nach Canstein

"Im Herzen auch Waldecker"

Bad Arolsen-Mengeringhausen - 500 Schützenbrüder und Maiwanderer empfingen die 36 Reiter beim Ausritt von Mengeringhusen in Canstein.

„Mein Herz ist auch halb waldeckisch“, bekannte Baron Alexander von Elverfeldt sen. gestern Mittag beim Empfang in voll besetzten Halle in Canstein. Schließlich habe er in Arolsen ab 1939 das Gymnasium besucht, wo er zwar von Arolsern „gemobbt“ , aber insbesondere von den beiden Mengeringhäuser Freunden Klaus von der Emde und Fritz Schade beschützt worden sei. So hätten in früheren Zeiten, als der Rabe von Canstein noch sein Unwesen trieb, die „armen Hexen“ auf der Flucht vor dem Gericht und der im blutigen Streit mit den von Cansteins liegende Adelige von Spiegel schwer verwundet in der Fachwerkstadt Zuflucht gefunden. Von Mengeringhausen sind bekanntlich vor 500 Jahren die Schützen nach Canstein gezogen, um den dort vom Raben einkerkerten Bürgermeister Hildebrandt und dessen Tochter zu befreien. Doch das dazu inszenierte Festspiel wird sich der Baron mit einer gestern nebst Plakat zum Freischießen im Juli durch den Vorstand überreichten Freikarte für die Premiere anschauen können. Alte Kontrakte, darauf verwies von Elverfeldt auch, bezeugen, dass viele Mengeringhäuser und Cansteiner in früheren Ehen geschlossen hätten. „Den Waldecker Stern haben wir im Herzen“, bekräftigte auch der Cansteiner Ortsvorsteher Herbert Kümmel. Vorsitzender Nelle hieß unter anderem Schützenkönig Robert Pohlmann , Graf Heinrich den Eisernen Markus Köhler, Vorsitzenden Gerald Nelle, MdL Armin Schwarz, Vertreter des Rates der Stadt Marsberg sowie vom Fürstenhaus Erbprinz Carl Anton zu Waldeck und Pyrmont und seinen Bruder Josias willkommen. Die Berittenen waren unterwegs von Bürgermeister Jürgen van der Horst in dessen Wohnort Massenhausen zum Bügeltrunk eingeladen worden. Zahlreiche Schützenbrüder und Maiwanderer zogen ebenfalls nach Canstein.Die neuaufgestellte Gruppe der Becherträger für das Freischießen 2014 ist zum erstenmal in der Öffentlichkeit gemeinsam aufgetreten und ebenfalls nach Canstein gewandert.Dort war auch eine Schlossführung unter der Leitung des Barons angesagt und musizierten der Spielmannszug Canstein sowie der Fanfarenzug Mengeringhausen. (ah)

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