BAD AROLSEN

Hewi empfiehlt sich Schülern für eine Ausbildung

- Bad Arolsen (-es-). Bei einem Schulpraktikum wurde er auf die Berufe in der Kunststoffverarbeitung aufmerksam. Mit dem Realschulabschluss in der Tasche bewarb er sich 2005 bei der Firma Hewi. Seit Juni 2008 ist Thomas Schemm als Verfahrensmechaniker in der Spitzerei des Unternehmens beschäftigt. In einer Schicht bedient er mehrere voll automatisierte Maschinen. Beim gemeinsamen Job-Day des Bad Arolser Familienunternehmens mit der Arbeitsagentur in Korbach und der Berufsschule war Schemm ein Vorzeige-Mitarbeiter: Jung, engagiert und aus der eigenen Ausbildungswerkstatt hervorgegangen.

Das Unternehmen bildet seit Jahrzehnten regelmäßig aus. Derzeit sind 37 der rund 540 Mitarbeiter in Ausbildung. Das Spektrum der Berufe im Unternehmen ist beachtlich. Ausgebildet werden derzeit sieben Werkzeugmechaniker, acht Verfahrensmechaniker, sechs Mechatroniker, drei Fachleute für Lagerlogistik, neun Industriekaufleute, ein Kommunikationswirt, ein Fachinformatiker und zwei junge Leute sind bei Hewi auf dem Weg zum Bachelor of Engineering, Fachrichtung Maschinenbau. Hewi arbeitet hier mit der Berufsakademie in Mannheim zusammen. Die erste Absolventin dieses Studiengangs bei der Firma Hewi war übrigens ein junge Frau. Noch sind die Frauen in den technischen Berufen zwar in der Unterzahl. „Wenn sich Mädchen für eine solche Ausbildung entschließen, schneiden sie meist mit hervorragenden Noten ab“, hat Hewi-Geschäftsführer Thorsten Stute beobachtet. Das Unternehmen ist sich seiner gesellschaftlichen Verantwortung bei der Ausbildung junger Leute durchaus bewusst. Dennoch steckt natürlich auch Eigeninteresse in einer soliden Ausbildung des Nachwuchses. Schließlich will das Unternehmen auch in einigen Jahren noch auf qualifizierte Mitarbeiter bauen können. Dazu leistet sich Hewi eine moderne Ausbildungswerkstatt, in der der technische Ausbildungsleiter Lothar Weigmann die jungen Leute systematisch mit allen wichtigen Techniken der Metall- und Kunststoffverarbeitung vertraut macht. Das Geheimnis der „unkaputtbaren“ Nylon-Türbeschläge mit den unverwechselbaren glatten und bunten Oberflächen sind Spritzgusswerkzeuge, die sämtlich in der eigenen Werkstatt hergestellt werden. Nur wenn die Oberflächen der Werkzeuge absolut glatt und makellos sind, können auch die damit unter Hochdruck gespritzten Kunststoffteile von der gewohnten Hewi-Qualität sein. Trotz allen Maschineneinsatzes zählt letztlich Handarbeit beim Schleifen. Je nach Größe und Form können Wochen vergehen, bis ein neues Spritzgusswerkzeug fertig ist. Hier ist Präzision gefragt. Und die muss gelernt sein. Einen Einblick in die vielfältigen Aufgabenbereiche in der Produktion bekamen die Besucher, die am Sonnabend der Einladung der Firma Hewi und der Arbeitsagentur gefolgt waren. Schüler der neunten und zehnten Klassen kamen mit ihren Eltern, um hinter die Kulissen zu schauen und sich von Ausbildern und Auszubildenden über die Lern- und Arbeitsbedingungen informieren zu lassen. Mehr als 150 interessierte Schüler wurden gezählt. Bei Kaffee und Kuchen wurden Kontakte geknüpft und die bisher meist vagen Vorstellungen von der Berufswahl konkretisiert. Bis zum Beginn des neuen Ausbildungsjahres im August 2010 ist es schließlich nicht mehr weit. Die Firma Hewi lädt Interessenten für einen Ausbildungsplatz ein, sich in den kommenden Wochen und Monaten weiter zu informieren. Angeboten werden dazu auch Betriebspraktika. Weitere Auskünfte erteilt Kristina Pfeiffer unter Telefon 05691/82-213, E-Mail: kpfeiffer@hewi.de Mehr auch im Internet unter www.hewi.de

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