Design und Funktionalität:

Hewi steht seit 90 Jahren für Tradition und Innovation

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50 Jahre Hewi treu geblieben: Hewi-Geschäftsführer Thorsten Stute (rechts) dankt Klaus Weishaupt, der einen großen Teil der 90-jährigen Firmengeschichte miterlebt hat. Fotos:

Bad Arolsen.  Die Firma Hewi feiert in diesem Jahr ihr 90-jähriges Bestehen. Vor 50 Jahren wurde der Türdrücker 111 entwickelt, der damals Maßstäbe für Design und Funktionalität setzte und bis heute als Markenzeichen des weltweit bekannten Familienunternehmens gilt.

Höhepunkt der Feiern war ein Mitarbeiterfest am Twistesee-Strandbad. Dazu waren alle 550 Mitarbeiter aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich, Großbritannien und Polen eingeladen. 

Im Rahmen der Feierlichkeiten würdigte Geschäftsführer Thorsten Stute die Mitarbeiter für ihre langjährige Betriebszugehörigkeit. Mit 67 Jubilaren blickte er auf zusammengerechnet 1865 Jahre bei Hewi zurück und sprach den Jubilaren seinen Dank für die Treue zum Unternehmen aus. Anlässlich ihres 10-, 20-, 25-, 30-, 35-, 40-, 45-, und sogar 50-jährigen Dienstjubiläums erhielten diese eine besondere Ehrung.

Seit fünf Jahrzehnten im Unternehmen

Dass Klaus Weishaupt 1969 die Entstehung einer Designikone begleitete, war ihm vor 50 Jahren wohl kaum bewusst. Mit gerade einmal 14 Jahren trat er in das Unternehmen ein und wurde im Rahmen der 90-Jahr-Feier für 50 Jahre Betriebszugehörigkeit geehrt.

Seinem Job im Hewi Werkzeugbau fühlt er sich auch nach Jahrzehnten noch sehr verbunden, sodass er seinen Renteneintritt unbedingt noch mindestens bis zum 50-jährigen Jubiläum hinauszögern wollte. 

Hewi-Firmengeshichte ist auch Designgeschichte   

Mit der Gründung seines Familienunternehmens im Jahr 1929 hat Heinrich Wilke ein Stück Industriegeschichte im Waldecker Land mitgestaltet. Von Produkten für die Landwirtschaft über Knöpfe bis hin zum Zahlteller, für den er 1934 das deutsche Erfinderabzeichen erhielt, entwickelte Heinrich Wilke schon vor 90 Jahren Produkte, die sich durch Funktionalität auszeichneten und einen Mehrwert für den Nutzer boten. 

Ende der 50-er Jahre brachte Heinrich Wilke erste Türdrücker auf den Markt, die er in der damals noch in Helsen ansässigen Produktion fertigte. Ihm und seinem Sohn Rudolf Wilke, der den Pioniergeist seines Vaters geerbt hatte, gelang es, den Groß-Auftrag für die Marburger Universität zu gewinnen. Die Anforderungen des Architekten an die Türdrücker waren anspruchsvoll. 

Der Durchbruch kam mit dem 111er-Türdrücker

Rudolf Wilke entwickelte 1969 nach den Vorstellungen des Architekten den heute noch berühmten Türdrücker 111. Brillante Farben, hochglänzende Oberflächen und patentierte Beschlagtechniken sowie eine langlebige Qualität haben System 111 zu einer Design-Ikone werden lassen. Selbst 50 Jahre nach seiner Entstehung ist der 111er noch in vielen Schulen, Krankenhäusern und Privathäusern zu finden: Ein Stück Architekturgeschichte in der Hand. Passend zum System 111 wurden erste Accessoires für das Badezimmer entwickelt, darauf folgten Garderoben und Möbel: Der Systemgedanke war geboren. Bereits vor mehr als 35 Jahren kamen die ersten barrierefreien Lösungen wie Haltegriffe und Sitze dazu. In Zusammenarbeit mit Architekten und Nutzern entwickelte Hewi weitere Lösungen für die generationenübergreifende Ausstattung. 

Hewi steht für gutes Design, Barrierefreiheit und Funktionalität

Produktion und Werkzeugbau wurden kontinuierlich ausgebaut, sind mittlerweile auf über 46 000 Quadratmeter in Mengeringhausen angewachsen. Aus dem Selbstverständnis einer Architektenmarke heraus gestaltet Hewi heute barrierefreie Räume – für die eigenen vier Wände, Krankenhäuser, Seniorenresidenzen, Hotels und Bürogebäude in der ganzen Welt. 

Markentypisch für Hewi ist der kontinuierlich verfeinerte Designprozess, der immer wieder zu neuen Produkten führt, die für eine größtmögliche Gruppe von Menschen nutzbar und nützlich sind. Die Prämierung zum Hessen Champion in der Kategorie Weltmarktführer und zahlreiche Designauszeichnungen krönen die Erfolgsgeschichte des Bad Arolser Familienunternehmens. (red/es)

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