Sachspenden für Lager in Griechenland 

Hilfsaktion in Mengeringhausen für Flüchtlinge findet große Unterstützung

Eine Hilfsaktion für Flüchtlinge auf Samos organisierte Klaus Tschierschky (links). Auf dem Bild mit Schülern der Grundschule Bad Arolsen und der Karl-Preising-Schule, dem Förderschullehrer Dominic Schneider (rechts) sowie Hausfrauen-Vorsitzende Monika Volkmann. Foto: Armin Haß

 Bad Arolsen – Der Mengeringhäuser Klaus Tschierschky hat zur Linderung der Not der Flüchtlinge auf den griechischen Inseln Samos, Lesbos und Kos kurzentschlossen eine Sammlung von Kleidung und anderen dringend benötigten Dingen organisiert.

In diesen Tagen sind Hilfsgüter in Regensburg bei der Organisation „Sea Eye“ angekommen. Insgesamt sind zwei volle Anhängerladungen zusammengekommen, wie Tschierschky berichtet.

Dort wurde alles sortiert und direkt in Container verladen. Mittlerweile sind aus Regensburg sechs von denen in Griechenland angekommen.

An der Sammlung beteiligten sich die Kleiderkammern der Caritas im katholischen Pfarrheim Bad Arolsen und der evangelischen Gemeinde im Gemeinschaftshaus Rhoden, die Grundschule Neuer Garten in Arolsen, die Karl-Preising-Schule und das Bathildisheim.

Motorradkleidung wärmt auch

 Darüber hinaus machten das DHB-Netzwerk Haushalt Mengeringhausen, viele Privatleute sowie die Designer für Motorradbekleidung in Rhoden, Annette und Achim Schoepgens, mit.

Die Rhoder gaben einen Satz Bekleidung aus einer älteren Winterkollektion ab, wie der Lehrer Dominic Schneider staunend berichtete.

Spontane Hilfe

Nach Weihnachten begann Tschierschky mit der Sammlung. Er war überrascht über die umfangreichen Spenden. Warme Kleidung, Schlafsäcke, Zelte, Lebensmittel und Hygienearikel wurden bei ihm angeliefert.

Schnell war die erste Anhängerladung zusammengekommen und konnte diese an die inzwischen geschlossene Annahmestelle in Bad Freienwalde ausgeliefert werden.

Das lernen Kinder

In seinem Kollegium an einer Berufsfachfachschule in Paderborn, bei der SPD in Bad Arolsen und Mengeringhausen, beim DHB-Netzwerk und bei den Schulen warb er danach um weitere Unterstützung. Das Echo war positiv, auch aus Frankenberg kamen Kartons mit Winterbekleidung.

Eberhard Eckhardt vom Förderverein der Grundschule Neuer Garten und früherer Leiter der Karl-Preising-Schule,hebt den pädagogischen Wert für die Schüler hervor, die zum einen erführen, in welcher Not Menschen in den Auffanglagern lebten, und zum anderen lernten, wie sie etwas für Menschen in Not tun könnten.

Das berührt

„Es rührt mich zutiefst, wenn ich lesen muss, dass Mütter mit kleinen Kindern bei Eiseskälte auf dem blanken Boden schlafen müssen“, sagt Tschierschky. Er frage sich, warum die Europäische Union, immerhin Trägerin des Friedensnobelpreises, „Menschen in Not so würdelos behandelt“. 

Das Lager auf Samos sei für 650 Menschen ausgelegt, tatsächlich lebten dort 7500 Flüchtlinge, Die Familien sind in Zelten untergebracht worden. Daher streben verschiedene Hilfsorganisationen an, für sie feste Unterkünfte anzumieten.

Drehscheibe Regensburg

 In Regensburg werden durch den Verein Space Eye von Michael Buschheuer Hilfsgüter gesammelt und zum Transport mit Lastwagen nach Griechenland vorbereitet. Mit solchen Lastern werden auch die Spenden aus Nordwaldeck befördert Spendenkonto der Organisation Space Eye, Stichwort: Samos, Volks- und Raiffeisenbank Regensburg-Schwandorf, IBAN DE53 7509 0000 0001 0491 51, BIC: GENODEF1R01

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