Polizei hofft auf Zeugenhinweise

Wer macht denn sowas? Hochsitze im Raum Bad Arolsen beschossen

Schmillinghausen/Herbsen. Die Jägerschaft im Raum Bad Arolsen zeigt sich beunruhigt - ein unbekannter Schütze beschießt wahllos Jagdeinrichtungen. Wahrscheinlich ist es dem Zufall zu verdanken, dass bislang niemand verletzt oder gar getötet wurde. Der Jagdpächter aus Gladbeck hat Anzeige bei der Polizei gegen unbekannt gestellt.

An mindestens zwei Hochsitzen in einem Wiesental zwischen Schmillinghausen und Herbsen fanden Jäger in der vergangenen Woche mehrere Einschusslöcher. Nach derzeitigem Kenntnisstand wurden die Hochsitze mit großkalibriger Munition von außen beschossen und das aus verschiedenen Richtungen. 

Einige Projektile durchschlugen die Wände mühelos, andere bohrten sich in die Holzkonstruktion und werden vom KT (Kriminaltechnisches Institut) derzeit untersucht. Fest steht, dass die Geschossdurchmesser unterhalb von 8 mm liegen. Somit kommen verschiedene Varianten infrage: Gängige Kaliber bei Jagdwaffen sind 30.06, 7x64, 300 WinMag oder auch das alte Nato Kaliber 7,62x51 das aus einem G3 verschossen wird.

Dass Jäger aus der Nachbarschaft diesen Unsinn verzapft haben, kann sich der zuständige Revierbetreuer Udo Kleine nicht vorstellen: "Wir haben zu unseren Jagdnachbarn ein gutes Verhältnis, daher schließe ich eine Beteiligung dieser Personen aus", so der passionierte Jäger.

Wer der unheimliche Schütze ist, muss nun ermittelt werden. Auch in diesem Fall setzt die Kripo zusätzlich zu den üblichen Ermittlungen auf Unterstützung aus der Bevölkerung. Wer hat in der 7. oder 8. Kalenderwoche verdächtige Personen im Bereich der Kreisstraße 5 an der Wande gesehen? Wurden abgestellte Fahrzeuge an der Sägemühle beobachtet und konnten Kennzeichen notiert werden? Sind auch andere Reviere im Raum Bad Arolsen, Diemelstadt oder Volkmarsen betroffen?

Hinweise nimmt die Kripo in Bad Arolsen unter der Rufnummer 05691/97990 entgegen. (112-magazin)

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