Holocaust-Gedenken: Regisseur Selcuk Cara  in Bad Arolsen

Kurzer, eindringlicher Film

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Regisseur Selcuk Cara im Archiv des Internationalen Suchdienstes in  Bad Arolsen. Neben ihm ITS-Sprecherin Kathrin Flor.

Bad Arolsen. Er ist Opernsänger und Regisseur und schreibt eine Doktorarbeit über Richard Wagners „Ring der Nibelungen“. Selcuk Cara präsentierte auf Einladung des Internationalen Suchdienstes, des Museums und des Historicums 20 im Christian Daniel Rauch-Museum den Kurzfilm „Mein letztes Konzert“.

 Am Vorabend des Holocaust-Gedenktages wurde der ausdrucksstarke Schwarz-Weiß-Film mit Dagmar von Kurnim in der Hauptrolle gezeigt. Innerhalb von 14 Minuten wird in der Abschlussarbeit des Kameramanns Nils A. Witt an der Fachhochschule Dortmund eine Geschichte von Schuld, Trauer und Wut gezeigt.

Intensive Bilder, die in Rückblenden und aktuellen Szenen die bittere (fiktive) Geschichte einer jüdischen Pianistin widerspiegeln, die als Kind den Holocaust überlebt hat. Cara führte Regie und produzierte diesen Film.

 Sein Antrag auf Filmförderung sei mit der Begründung abgelehnt worden, dass er, ein in Deutschland geborener und aufgewachsener Türke, einen Film über die Shoa wohl kaum machen könne. Passender wäre ein Film über Türken.

 Dabei, so erklärt Cara im Gespräch mit der WLZ, hat er als Achtjähriger im Fernsehen einen Film über den Holocaust gesehen und seither verfolgen ihn diese Bilder. (Ausführlicher Bericht in der gedruckten Ausgabe)

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