Das schafft nur eine gute Gemeinschaft

Holzkohle für Kohlgrund aus eigenem Meiler

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Viele Helfer gebraucht: im Dreischicht-System wurde der qualmende Kohlenmeiler in Kohlgrund bewacht. Am Wochenende luden die Meilerfreunde zum Dorffest ein.

Einen Kohlenmeiler hatte es in Kohlgrund zuletzt vor sieben Jahren gegeben - doch die Meilerfreunde ändern das.

Bad Arolsen-Kohlgrund – Das Projekt im Rahmen der 450-Jahr-Feier hatte den Mitwirkenden damals so viel Spaß gemacht, dass sich die Meilerfreunde zusammenfanden.

Nach sieben Jahren habe man sich dann gesagt, „es wird mal wieder Zeit“, fasste Jens Relke, Meilerfreund und Ortsvorsteher, die Vorgeschichte zum qualmenden Holz-und-Erde-Haufen am Ortsrand zusammen. Am vorvorigen Wochenende hatten 25 Kohlgrunder die 13 Raummeter Buchenholz aus dem Wald herbeigeschafft und den Kohlenmeiler errichtet.

Holz gestiftet

Zur Freude der Meilerfreunde hatte Fürst Wittekind das Holz für die Aktion unentgeltlich zur Verfügung gestellt. „Ganz schön viel Arbeit“, so Relke, war dann die Bewachung des dampfenden Meilers.

Diese wurde mithilfe der zwei Dutzend Freiwilligen aus Kohlgrund und den Nachbarorten sichergestellt, die rund um die Uhr in Acht-Stunden-Schichten Wache hielten. Viel Zuspruch und Unterstützung, manchmal sogar in Form eines Frühstücks, habe es aus dem Ort gegeben.

Grund zum Feiern

Viele Kohlgrunder kamen auf ein Schwätzchen vorbei. Besonders gut kam bei den Meilerfreunden an, dass so viele Jugendliche und junge Leute mitgemacht haben. Am Samstag, als die Kohle gegen eine Spende abgegeben wurde, verbanden die Hobbyköhler die Aktion kurzerhand mit einem Dorffest am rauchenden Meiler. Die Kohle hätte zwar noch ein, zwei Tage gebraucht, halte im Ofen aber dennoch erheblich länger als Industriekohle, merkte Heinrich Kaune an.

Etwa 800 Kilogramm Kohle brachten die Meilerfreunde an den Mann. „Das war eine ganz, tolle , aber auch aufwendige Aktion“, resümierte Jens Relke. Der nächste Meiler könnte daher einige Jahre auf sich warten lassen. 

Von Sandra Simshäuser

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