Bad Arolsen-Landau

Homos und Hollywood

- Bad Arolsen-Landau (-ah-). Landau hat‘s – das zeigte der stürmische Auftakt des 361. Kram- und Viehmarktes am Freitagabend.

Nach kräftigen Böen, unter denen sich die Bäume rings um die Kirche bedenklich wiegten, ordneten Erster Stadtrat Helmut Hausmann und Ortsvorsteher Tino Hentrich den raschen Abmarsch der bereits aufgestellten Festzuggruppen zum Festzelt an. Aller gebotenen Eile zum Trotz: Während der Festzug zügig durch den Ort zog, ließen die Kanoniere der Schützengilde die traditionellen drei Böllerschüsse ertönen. Doch so heftig sich die Unwetterfront ankündigte, so schnell machte sie einen Bogen um die Bergstadt, so kamen alle - oh Wunder ! - trocken auf dem Festgelände an.

Mit ihrer Hollywood-Nummer heimsten die Kirmesmäken den ersten Preis ein, während der Förderverein für Jung und Alt mit seiner Werbung für Landau den zweiten Preis bekam. Der „Christopher Street Day“-Motivwagen des Burschenclubs mit lauter schrill gekleideten und kaum verhüllten „Homos“ wurde mit dem dritten Preis belohnt.

Hausmann und Hentrich lobten bei der Eröffnung im Festzelt den Einsatz der Landauer zum Erhalt des Volksfestes. Ohne den Viehauftrieb, der am Samstavormittag beginnt, und ohne die Kirmes, die am Abend steigt, gäbe es keinen Viehmarkt, sagte der Ortsvorsteher. Schließlich ist es auch das Verdienst tatkräftiger langjähriger Unterstützer: Helmut Heinemann und Peter Hosse wurden für ihren Einsatz für die dem Sparzwang zum Opfer gefallenen Lotterie ausgezeichnet. Jürgen Mewes bekam für die „Rettung“ der Tierschau durch Klinkenputzen bei den Landwirten und Karl-Heinz Preising als „heimlicher Marktmeister“ die Ehrenurkunde.

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