Fortbildung für ehrenamtliche Mitarbeiter des Hospizdienstes

Hospiz macht Schule: Mit Kindern über  das schwere Thema sprechen

Mitglieder des ambulanten Hospizdienstes Nordwaldeck haben an einer Schulung an der Bundes-Hospiz-Akademie zur Ergänzung von  Projektwochen in Grundschulen  teilgenommen.

Bad Arolsen. Projektwochen zum Thema Tod und Sterben in Grundschulen? Ist das nicht zu früh? Ist das nicht zu traurig? Sind die Kinder nicht zu klein? - Nein, sagen die Verantwortlichen aus Erfahrung, unterstützt von Studien und Pädagogen. Kinder fragen nach Sterben und Tod. Sie sind neugierig, wollen wissen, wo der alte Nachbar von nebenan geblieben ist. Sie trauern um den gestorbenen Hund und sorgen sich auf dem Friedhof, ob Oma da unten im Grab nicht einsam ist.

Ziel des Projektes ist es, Kinder mit dem Thema nicht alleine zu lassen. Im geschützten Rahmen sollen sie die Möglichkeit bekommen, alle Fragen, die sie zu den Themen bewegen, zu stellen und so gut wie möglich beantwortet zu bekommen.

Großes Interesse fand die Schulung für dieses Projekt bei den ehrenamtlichen Mitarbeitern des ambulanten Hospizdienstes und den Mitarbeitern der Kindertrauergruppe Pfützenhüpfer aus Bad Arolsen. An zwei Tagen wurde konzentriert gelernt, diskutiert und informiert. Künftig werden sie Projektwochen für 3. und 4. Schulklassen anbieten und das schwierige Thema sach- und altersangemessen behandeln. Die Auseinandersetzung erfolgt in Kleingruppen. Es entstehen Collagen. Pantomimisch werden eigene Gefühle bei Krankheit dargestellt. Fantasiereisen, Meditationen sowie der Umgang mit Farben und Musik ergänzen das konkrete Handeln der Kinder.

Durch die Anwesenheit von sechs Ehrenamtlichen in einer Klasse ist gewährleistet, dass die Kinder ausreichend zu Wort kommen und ihre Fragen stellen können. „Eine solche Projektwoche ist eine positive Herausforderung“, sagt Corinna Schwolow, Koordinatorin des ambulanten Hospizdienstes und fügt hinzu: „Mit dieser Schulung sind wir gut vorbereitet und können professionell und gefühlvoll auf die Kinder eingehen. Wir freuen uns auf spannende Begegnungen mit den Kindern.“  red

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare