Besucherzahlen weit unter Plan

Im Arobella bleibt das Freizeitbecken wegen Corona leer - Sportbad und Sauna sind aber geöffnet

Ebbe im Freizeitbad: Im „Arobella“ dürfen wegen der Corona-Einschränkungen nur im Sportbad zu bestimmten Zeiten Bahnen gezogen werden.
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Ebbe im Freizeitbad: Im „Arobella“ dürfen wegen der Corona-Einschränkungen nur im Sportbad zu bestimmten Zeiten Bahnen gezogen werden. Allerdings hat die Saunalandschaft täglich von 12 bis 22 Uhr geöffnet. Das Foto stammt aus dem Mai 2020, als der allgemeine Lockdown für ohnehin geplante Wartungs- und Sanierungsarbeiten geneutzt wurde. Das Sportbad konnte erst am 1. August wiedereröffnet werden. Das Freizeitbad bleibt vorerst geschlossen.

Das Freizeitbad „Arobella“ ist massiv von den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie betroffen. Die ersten Wochen des Lockdowns wurden für ohnehin geplante Sanierungsarbeiten an dem 20 Jahre alten Hallenbad genutzt. Danach aber mussten Bad und Sauna zunächst geschlossen bleiben.

Bad Arolsen – Gemeinsam mit dem Kreisgesundheitsamt wurde ein umfassendes Hygiene- und Schutzkonzept erstellt, das eine teilweise Wiedereröffnung ab dem 1. August ermöglichte.

Seitdem hat das Arobella-Team rund 700 Schwimmer im Sportbad begrüßt. Planmäßig wären es 30 000 im Sport- und Freizeitbad gewesen, rechnet Arobella-Geschäftsführerin Irene Merkel vor.

In der Sauna wurden bisher rund 4000 Gäste gezählt. Planmäßig hätten es 8500 sein sollen. Das hängt auchmit dem vom Gesundheitsamt genehmigte Hygiene- und Schutzkonzept zusammen. Danach müssen für jeden Besucher fünf Quadratmeter Platz zur Verfügung stehen. So dürfen sich gleichzeitig maximal 60 Gäste im Saunabereich aufhalten, je nach Saunagröße unterschiedlich. Sicherheitshalber werden dort derzeit keine Aufgüsse zelebriert. Das Dampfbad ist wegen der geltenden Corona-Hygiene-Regeln geschlossen.

Schulen und Vereine überwachen eigene Hygienekonzepte

Für Schulen und Vereine ist das Sportbad zu abgestimmten Zeiten geöffnet. Hierbei liegt es in der Verantwortung der Schulen und Vereine, ein eigenes Hygienekonzept zu erstellen sowie dessen Einhaltung zu gewährleisten.

Die Nachmittagsstunden im Sportbad sind den Saunagästen und der Öffentlichkeit vorbehalten. Allerdings dürfen nie mehr als 19 Schwimmer gleichzeitig im Wasser sein.

Schwimmkurse nicht möglich

Das Angebot im Bereich Schwimmkurse gestaltet sich problematisch und aus diesem Grund wird davon momentan abgesehen. „Schwimm- oder Wassergewöhnungskurse für Kleinkinder mit direktem Kontakt zwischen den Kindern und den Kursleitern können und möchten wir nicht auf die leichte Schulter nehmen“, heißt es von der Arobella-Geschäftsführung: „Wir können hier den geforderten Mindestabstand von 1,5 Metern zu den Kindern während der gesamten Stunde nicht einhalten.

Gerade in den ersten drei oder vier Kursstunden müssten die Kinder vom Kursleiter ständig geführt und geleitet werden. Dies erfolgt oft im direkten Körperkontakt direkt vor oder hinter dem Kind. Sollte eine Person (Kind oder Kursleiter) positiv infiziert sein, ist eine Übertragung des Krankheitserregers wahrscheinlich. Die Kursleiter müssten also regelmäßig Corona-Tests durchführen, um eine Ansteckung - auch unter den Kollegen - auszuschließen.

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