Ehrenamtler treten in die Pedale

Helenenheim: In der Rikscha durch die Barockstadt Bad Arolsen 

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Hartmut Maschall und Wolfgang Hergesell fahren die schicken Elektro-Rikschas des Waldeckischen Diakonissenhauses Sophienheim. An diesem sonnigen Herbsttag chauffieren die beiden Ehrenamtlichen die Helenenheim-Bewohnerinnen Irmgard Brede aus Twiste und die 91-jährige Elisabeth Braun von Gut Frederinghausen. 

Bad Arolsen.  Ein Fahrradausflug bei schönem Wetter ist der pure Luxus, den nun auch die betagten Bewohner des Helenenheims genießen können.

Dafür stehen dem Waldeckschen Diakonissenhaus Sophienheim dank großzügigen Spendern zwei Fahrrad-Rikschas zur Verfügung, die von Ehrenamtlichen gefahren werden.

In den modernen Rikschas sitzen die Senioren vorne und haben freien Blick auf die Straße, die Häuser und die schöne Landschaft. Bei ihren ehrenamtlichen Chauffeuren Wolfgang Hergesell und Hartmut Marschall können die Fahrgäste Wünsche äußern wie beispielsweise einen Ausflug zum Schloss, in die Große Allee oder zur Eisdiele.

An manchen Tagen gibt es sogar Wartelisten von Senioren, die sich auf eine Mitfahrt freuen. Dann treten die Rikschafahrer besonders kräftig in die Pedale. Diese Ausfahrten werden von der sozialen Betreuung im Helenenheim an sonnigen Sommertagen angeboten und dienen neben der Beschäftigung auch einem therapeutischen Zweck.

E-Bike treibt die Rikscha an

Ein moderner Elektroantrieb erleichtert den Chauffeuren ihre Arbeit und ein Anschnallgurt sorgt für die notwendige Sicherheit der Passagiere.

Das Diakonissenhaus stellt die Rikschas auch interessierten Angehörigen zur Verfügung, wenn sie ihre Lieben besuchen und durch die Stadt kutschieren möchten.

Allerdings ist dann zunächst eine Einweisung in die besondere Fahrradtechnik erforderlich. Außerdem wird ein Führerschein vorausgesetzt. Schließlich soll die Teilnahme am Straßenverkehr für alle Beteiligten sicher sein.

„In Dänemark sind Fahrrad-Rikschas in Seniorenheimen bereits alltäglich“, sagt Veronika Marschall, die beim Diakonissenhaus für das Einwerben von Spenden verantwortlich ist. Dankbar weist sie darauf hin, dass die rund 14 000 Euro für die beiden Elektro-Rikschas durch Fördergelder, Wohlfahrtsmarken und Spenden der Sparkasse, der Diakonie-Opferwochensammlung und Einzelspenden zusammenkamen.

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