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In Wetterburg wurde das Lutherhaus erneut für den Kindergarten ausgebaut

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Von: Elmar Schulten

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Zwei Erzieherinnen präsentieren eine neue Spielecke
Sie präsentieren die neue Spielecke: Kindergartenleiterin Anna Neufeld (rechts) mit Erzieherin Sabrina Rettberg (links). © Elmar Schulten

Im Obergeschoss des Wetterburger Lutherhauses ist Platz für eine weitere Kindergartengruppe geschaffen worden. Damit verfügt das 850 Einwohner große Dorf Wetterburg nun über fünf Kindergartengruppen.

Bad Arolsen-Wetterburg Ortsvorsteher Gerd Frese erinnerte bei der Eröffnungsfeier daran, dass die Eltern im Dorf 1992 hartnäckig für den Bau eines eingruppigen Kindergartens neben der Twisteseehalle kämpfen mussten. Das Gebäude sei schließlich nur nach Zusage umfangreicher Eigenleistungen genehmigt worden.

Inzwischen aber sei die Nachfrage nach Kindergartenplätzen so stark angewachsen, dass das Stadtparlament in Absprache mit der Kirchengemeinde mehr und mehr Räume im Lutherhaus bereitgestellt habe. So seien erst vor drei Jahren eine Gruppe für Krippenkinder bis zu zwei Jahren sowie eine weitere Gruppe für Zwei- bis Sechsjährige eingerichtet worden.

Im Kindergarten die Welt erobern

Weil die Nachfrage nach Kindergartenplätzen weiterhin groß sei, habe die Stadt nun auch den Ausbau des Dachgeschosses vorangetrieben. Eine fünfte Wetterburger Kindergartengruppe habe als Waldgruppe ein Domizil am Wetterburger Sportplatz gefunden.

Gruppenfoto zur Eröffnung der neuen Kindergartengruppe in Wrexen: Erwachsene halten Spielsachen, die für die neue Gruppe bestimmt sind.
Feierliche Eröffnung der neuen Kindergartengruppe am Kindergarten Wetterburg. Mit dabei sind Elternvertreter, Bürgermeister Marko Lambion und Ortsvorsteher Gerd Frese (rechts). © Elmar Schulten

Diese Entwicklung sei sehr zu begrüßen, wie Bürgermeister Marko Lambion bei der Eröffnungsfeier bekräftigte. Der Kindergarten sei ein wertvoller Raum zur Entfaltung der kindlichen Persönlichkeit: „Hier gibt es Leute, die wissen wie man spielt. - Von hier aus können die Kinder die Welt erobern.“

Ausbau konnte zügig umgesetzt werden

Damit gebe der Kindergarten den Eltern eine wichtige Hilfestellung. Das gelte umso mehr, als immer mehr junge Eltern bald nach der Geburt wieder in ihren Berufen tätig sein wollten.

Der neue Kindergarten habe die kalkulierten 300.000 Euro Baukosten ziemlich genau einhalten. Und das trotz Baukostensteigerungen und Lieferengpässen. Nach Abzug der Zuschüsse von Land und Landkreis bleibt ein städtischer Eigenanteil von 70.000 Euro.

Neue Leiterin im Kindergarten

Bürgermeister Lambion und Pfarrer Uwe Hoos-Vermeil lobten die planerische Leistung des Architekturbüros Schütt. Der Ausbau des Dachgeschosses mit den Anforderungen an den Brandschutz sei eine bauliche Herausforderung gewesen.

Anstelle eines symbolischen Schlüssels hatte Architekt Henning Schütt ein Bobbycar für die neue Kindergruppe mitgebracht. Dazu passte das Einzugsgeschenk von Ortsvorsteher Gerd Frese, ein passender Anhänger fürs Bobbycar.

Im Namen des evangelischen Kindergarten-Zweckverbands würdigte Pfarrer Matthias Westerweg den Kindergartenausbau und stellte fest: „Schön, dass Kindern hier so viel Raum geboten wird. Ebenso wichtig seien die Erzieherinnen. Mit Anna Neufeld habe der Kindergarten eine engagierte neue Leiterin gefunden. (Elmar Schulten)

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