Evangelischer Kindergarten in Berndorf wird um U-3-Gruppe erweitert

Investition in Zukunft der Region

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Der evangelische Kindergarten Berndorf wird für die Einrichtung einer U-3-Gruppe erweitert. Der Baubeginn war gestern. Foto: Armin Haß

Twistetal-Berndorf - Mit einmonatiger Verspätung ist die Erweiterung des Kindergartens in Berndorf begonnen worden. Im Herbst sollen dort Kinder unter drei Jahren einziehen.

Der lange Winter verhinderte einen früheren Start der Arbeiten. 630 000 Euro sind für das Bauvorhaben vorgesehen. „Endlich geht es voran“, sagte Bürgermeister Stefan Dittmann. Er räumte ein, dass Twistetal beim sogenannten Kinder-Bildungsgipfel beim Kreis das Schlusslicht bilde. Daher sei er froh, dass es nunmehr in Berndorf mit der Bereitstellung von zusätzlichen Betreuungsplätzen für die jüngeren Kinder vorangehe.

Gemeinsam mit der neuen Pfarrerin Angela Lehmann habe er als neuer Bürgermeister das Projekt „geerbt“, erinnerte Dittmann an die lange Vorbereitungszeit. Ein Jahr sei für die Planung benötigt worden, berichtete die Pfarrerin. Daran hätten ihr Vorgänger Andreas Bielefeldt und Bürgermeister Günther Hartmann maßgeblich mitgewirkt.

Attraktiver Ort

Für die Entwicklung von Berndorf sei das Angebot von zusätzlichen Betreuungsplätzen wichtig. Schließlich gehe es darum, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern, hierfür würden nun die U-3-Plätze geschaffen, mit denen der Ortsteil als Wohnort für junge Familien noch attraktiver werde.

Die Gemeinde Twistetal stellt für die Verbesserung der Betreuung 260 000 Euro zur Verfügung, weitere Zuschüsse gewähren die Kirche und der Landkreis. Architekt Torsten Zimmer (Bad Wildungen) hob die Eigenleistungen des Bauhofs der Gemeinde und der Kirchengemeinde bei der Vorbereitung der Bauarbeiten hervor.

Veränderte Strukturen

Der Zuschuss des Kreises von 125000 Euro ist nach den Worten des Ersten Kreisbeigeordneten Jens Deutschendorf eine Investition in die Zukunft der Region. Als Eltern wissen er und seine Ehefrau, die Beigeordnete der Gemeinde Twistetal, Sandra Deutschendorf, was es bedeutet, über gute Betreuungsmöglichkeiten zu verfügen. Er wies darauf hin, dass die sich stark verändernden Strukturen - angefangen von der traditionellen Familie über Patchwork-Gemeinschaften bis hin zu Alleinerziehenden - auch eine be­sondere Herausforderung seien.

Am Bedarf orientiert

Das neue Angebot orientiere sich am tatsächlichen Bedarf, der sich von der rechtlichen Anforderung, für 35 Prozent der Kinder unter drei Jahren einen Kindergartenplatz zu bieten, unterscheide, wie Bürgermeister Dittmann erklärte. Von derzeit fünf wird die Anzahl der unter Dreijährigen auf 17 erhöht werden können.

60 Kinder

Unter der Leitung von Kindergartenleiterin Heike Jäkel-­Glaser sind sechs Mitarbeiterinnen in der evangelischen Kindertagesstätte tätig und betreuen 60 Jungen und Mädchen. In einer Gruppe sind bereits jüngere Kinder untergebracht, eine Integrativgruppe ermöglicht eine besondere Förderung von Kindern.

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