Junge Musiker von drei Kontinenten gemeinsam auf der Bühne

Das ist das große Finale des Internationalen Jugendmusikfestes in Bad Arolsen 

Alle zusammen: Zum Abschlusskonzert des 9. Internationalen Jugendmusikfestivals in Bad Arolsen schwangen die Musiker die Fahnen ihrer Herkunfstländer. Foto: Sandra Simshäuser

 Bad Arolsen. Diese Abschlussgala konnte nicht mal das entscheidende Deutschlandspiel toppen. So gut hatten sich die jungen Leute aus Mexiko und Indonesien, aus Estland, Chile, den USA und Deutschland in den vorangegangenen Tagen kennengelernt, dass das große Finale des neunten Jugendmusikfestivals auch ohne Probe gelang.

„Oye como va“, dirigiert von Indra Judha und garniert mit zahlreichen Impro-Soli, bahnte sich locker swingend seinen Weg zu den Zuhörern. Die waren so zahlreich erschienen, dass sich die künstlerischen Leiter Werner Sostmann und Steffen Hause überwältigt von der Resonanz zeigten.

So gut arbeiten sie zusammen

Kein Wunder eigentlich, hatten die vorangegangen Konzerte doch für sich selbst geworben. Am Samstagabend wurden noch einmal die geballten Ergebnisse der Workshops vorgestellt, die den engen Terminkalender der jungen Musiker noch zusätzlich gefüllt hatten. Mit Erfolg, wie nicht nur die Orchesterformationen von der Deutschen Schule aus Indonesien und von der Bad Arolser Christian-Rauch-Schule, die Conchali-Big Band aus Chile, „Kuldsed Lehtrid“ aus Estland und „Camerata“ vom Landeskonservatorium im mexikanischen Puebla bewiesen.

Nach drei Tagen Tanz zu donnernden Bässen in der Großsporthalle konnten auch die heimischen Gymnasiasten mit den energetischen Einlagen der Energy Dance Company aus Kingston/New York mithalten. Und die Sänger, allen voran der Orissaare Tütarlastekoor aus Estland und der CRS-Kammerchor, hatten bei ihrem Workshop sogar noch Zuwachs gewonnen. „Sie sind als Streichorchester gekommen und kehren als Chor zurück“, witzelte Steffen Hause über das Ensemble „Camerata“, das den mexikanischen Gassenhauer „Cielito lindo“ stimmkräftig anführte.

Dafür gibt es starken Beifall

Das wusste auch das stürmisch applaudierende Publikum zu schätzen und spendierte den Mexikanern den ersten stehenden Applaus des Abends. Dass das diesjährige Festival schon Vergangenheit sein sollte, konnte nach drei Stunden Musik noch niemand so richtig glauben. „Was tatsächlich passiert ist, ist ganz viel Begegnung“, brachte die scheidende CRS-Schulleiterin Cornelie Seedig die erlebnisreichen Tage auf den Punkt.

Und während mancher auf dem Smartphone verfolgte, wie die deutsche Nationalelf Trikots tauschte, fanden auf der Bühne die Fähnchen in Landesfarben neue Besitzer.

Bis zum nächsten Festival

Vielleicht bis in zwei Jahren, wenn das von der BARock-AG veranstaltete und von unzähligen Helfern und vielen Sponsoren unterstützte Musikfestival zum zehnten Mal über die Bühne gehen könnte.

Impressionen vom Finale gibt es hier. 

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