1200 Jugendliche im Bioenergiepark in Mengeringhausen

Das ist die Krönung beim Kreiszeltlager der Jugendfeuerwehren aus dem Landkreis

10 000. Jugendspange in Gold: Sophie Meyer, Selbach nahm sie vom Vorsitzenden der Kreisjugendwehr, Markus Potthoff (links) entgegen. In der Mitte Stellvertreter Michael Wickenhöfer.

Mengeringhausen. Superlativen prägten das Kreiszeltlager der Jugendfeuerwehren aus Waldeck-Frankenberg im Bioenergiepark Mengeringhausen: Mit 1200 Jungen und Mädchen war es eines der größten seiner Art. Und am Sonntag wurde die 10.000 Jugendspange in Silber vergeben.

Bei hochsommerlichem Wetter kämpften 86 Gruppen auf dem Sportplatz an der Hagenstraße um Punkte.

Sie landen auf Platz eins

Erste wurden beim Kreisentscheid der Jungen das Team Haina 1 (1428 Punkte), bei den Mädchen die Gruppe Roda 1 (1397) und bei den Staffeln das Team Bergheim-Giflitz (1394). Die Kreisübung gewann Berndorf 1 (1658).

„Die Beteiligung ist in Hessen, vielleicht sogar in Deutschland einmalig“, resümierten Michael Wickenhöfer und David Biederbick von der Wettkampfleitung. Immerhin mussten 50 Wertungsrichter die Leistungen begutachten. 

Das war ein Höhepunkt

Beeindruckt von den Leistungen waren auch Landrat Dr. Reinhard Kubat und Kreistagsvorsitzende Iris Ruhwedel. Das Jugendzeltlager war von über 200 Helfern unter der Regie der Stützpunktfeuerwehr Bad Arolsen ausgerichtet worden. Sie sicherten den reibungslosen Ablauf auf dem Hagen. Bei Spielen an verschiedenen Stationen im Bereich der stillgelegten Erstaufnahmegebäude konnten die Jugendlichen Punkte sammeln. Drei Jugendliche durften am Samstagabend mit dem Bad Arolser Piloten Andreas Pohl im Heißluftballon mitfahren und landeten dann bei Gasterfeld.

Hoch hinaus ging es für die Drohne eines Arolser Feuerwehrmitglieds, der eine denkwürdige Aktion am Freitagabend aus über 60 Metern Höhe fotografierte: Jugendliche stellten sich auf vorgezeichneten Buchstaben- und Zahlenfeldern auf und „schrieben“ damit „112 Respekt“ auf den Asphalt. 

Werben um Respekt 

Das Ganze wurde dann noch mit Lichtern in der Dunkelheit nachgestellt, um die Forderung nach Wertschätzung der Arbeit von Rettungskräften zu unterstreichen. Übergriffe auf Einsatzkräfte - zuletzt in Korbach - unterstreichen die Notwendigkeit.

Beim Willkommen vor den Flüchtlingsunterkünften freute sich Kreisjugendfeuerwehrvorsitzender Markus Potthoff über die rekordverdächtige Beteiligung. Er selbst war - wie manche andere an der Organisation beteiligte Kameraden - schon vor 30 Jahren beim Zeltlager in Arolsen dabei.

Tolle Organisation

„Es wurde Zeit, dass wir wieder ein Kreisjugendzeltlager ausrichten“, sagte Bürgermeister Jürgen van der Horst. Stellvertretend für die Organisatoren lobte er Gerd Udo Wunderatsch, der wegen eines Unfalls nicht bei der Eröffnung sein konnte. Den Einsatz der Helfer lobten auch Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese, Stadtbrandinspektor Karl-Heinz Meyer und MdL Armin Schwarz im Namen der Kollegin Claudia Ravensburg und von MdB Esther Dilcher.  

Krönender Abschluss war am Sonntag die Übergabe Jugendspange, unter anderem mit Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick. Sophie Meyer (Jugendwehr Sachsenhausen) bekam die Silberne Spange als 10.000. seit Beginn der Wettkämpfe 1999.

Bilder vom Kreiszeltlager der Jugendfeuerwehren in Mengeringhausen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare