Ausstellung vorbereitet

Ist das die Wirklichkeit? Neue Gemälde des Bad Arolser Malers Walerij Bastron

Blick in die Altstadt von Korbach. Ein Hirsch mit golden funkelndem Geweih greift die Goldspur-Idee der Hanse- und Kreisstadt auf. Foto: Armin Haß

Bad Arolsen - Ganz nah an der Wirklichkeit und doch mit einem Bein im Mystischen: Die Gemälde von Walerij Bastron vermitteln den Eindruck von Grenzbereichen zwischen Realität und Unterbewusstem.  Bilder mit dem Rathaus Korbach und dem Bad Arolser Schloss unterstreichen diesen Eindruck.

Im Museum im „Stern“ in Warburg wird Bastron ab 20. Januar bis zum 17. Februar diese und weitere Ölgemälde öffentlich präsentieren.

Bereits vor einem Jahr zeigte er Bilder im Restaurant „Schlossgarten“ in Bad Arolsen.

Wälder, Flüsse, Berge, Täler und Tundragebiete bilden den Hintergrund für seine bisherigen Gemälde. Inzwischen hält die Wildnis Einzug in historische Altstädte.

Das sind Ideen

Zu seinem Bild mit den beiden Hirschen vor dem fotografisch genau gemalten Residenzschloss in Bad Arolsen hat sich Bastron eines Morgens im Sommer 2018 im Frühnebel vor dem barocken Bauwerk inspirieren lassen.

Blick in Altstadt von Korbach. Der Maler Walerij Bastron.

Als Auftragswerk konzipiert hat der aus Kasachstan stammende Russlanddeutsche seine surreal anmutende Altstadtszenerie aus Korbach. Die Goldspur, das Hotel „Goldflair“ und ein stattlicher Hirsch mit güldenem Geweih zwischen altem Rathaus und Fachwerkgebäuden in der Dämmerung beherrschen die Szenerie. Darüber spannt sich ein tief blauer, bestirnter Himmel, öffnet den Blick des Betrachters ins Mystische.

Die Grundlagen

Die Traditionen Europas mit ihren ästhetischen Vorstellungen bezeichnet Walerij Bastron als Grundlagen seines Arbeitens. Dabei betrachtet er Tradition nicht als etwas Starres, vielmehr lebe sie durch die Weitergabe von Normen und Vorstellungen.

Mythen und Sagen, aber auch Musik, etwa die Kompositionen von Tschaikowsky inspirierten ihn.

Unter dem Titel „Sagenumwoben“ zeigt Bastron etwa 20 Gemälde. Motive aus Warburg, etwa die Ansicht der Altstadt von der Diemel her, aber auch aus der Umgebung mit Calenberg und Desenberg.

Der Weg zum Malen

Der heute 41-Jährige hat auf dem Lyceum Grundlagen der Malerei erworben, die Acryltechnik brachte er sich selbst bei. Nach einer Tätigkeit bei einem auf Altbausanierungen spezialisierten Betrieb im Waldecker Land entdeckte Bastron die Malerei für sich.

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