Jamaikaner hat in Helsen Drogen an Kinder vertickt 

Erst Haft verbüßen, dann Ausweisung

+
Die Handschellen klickten für einen Jamaikaner, der in Helsen Drogen an Minderjährige vertickte.

Bad Arolsen-Helsen. Zu drei Jahren und neun Monaten Gefängnis verurteilte das Schöffengericht Korbach unter Vorsitz von Amtsrichter Karl-Heinz Kalhöfer-Köchling einen 40-jährigen Jamaikaner wegen Handels mit Betäubungsmitteln.

Dieser hatte von Juni 2015 bis Juli 2015 in über 100 Fällen Marihuana und Ecstasy an Erwachsene, aber auch an Kinder und Jugendliche verkauft. Die WLZ berichtete bereits über die Eröffnung des Verfahrens.

An fünf Verhandlungstagen wurden rund 30 Zeugen vernommen. Alle bestätigten, fast ausschließlich vom Angeklagten die Drogen erhalten zu haben. Er habe auch kassiert. Immer wieder hatte der Jamaikaner versucht, seine beiden Kumpel als verantwortlich darzustellen.

Der Staatsanwalt sah das anders: Er habe in Frankfurt und Köln Drogen eingekauft und in Helsen verkauft. Die Wohnung im ehemaligen Helser Hof sei nicht nur Umschlagplatz für Drogen gewesen: „Man war vornehm, es gab sogar ein Raucherzimmer“, zitierte er einen Zeugen. 

 Da das Strafmaß über drei Jahren liegt, hat der Angeklagte seine Aufenthaltserlaubnis verwirkt. Nach Verbüßung von zwei Dritteln der Strafe wird er ausgewiesen.

(Manfred Müller)

Mehr lesen sie in der gedruckten WLZ.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare