Bad Arolsen

Jena, Arolsen, Dresden: 150 HNO-Ärzte zu Fachtagung in Bad Arolsen erwartet

- Bad Arolsen (-es-). 150 HNO-Fachärzte, darunter 30 Klinikchefs werden Anfang September zu einer wissenschaftlichen Fachtagung in Bad Arolsen erwartet. Die Veranstaltung klingt aus mit einem Symposion für Patienten.

Privatdozent Dr. Gerhard Hesse ist als amtierender Präsident der Vereinigung mitteldeutscher HNO-Ärzte Organisator der Jahrestagung. Die drei Schwerpunktthemen der Dutzende von medizinischen Kurzvorträgen sind Allergologie, die Therapie des Tumorrezidivs und die Behandlung von Hörsturz und Tinnitus. Die vorausgegangene Jahrestagung fand in Jena statt. Im kommenden Jahr treffen sich die HNO-Ärzte aus dem Großraum Hessen, Thüringen, Sachsen, Nordbayern in Dresden. Den Festvortrag der Eröffnungsveranstaltung mit Sozialminister Jürgen Banzer im Bad Arolser Bürgerhaus hält am Freitag, 4. September, hält der Ordinarius der Uniklinik Frankfurt, Professor Dr. Wolf-Otto Bechstein. Der Chirurg nähert sich aus medizin-philosophischer Sicht dem schwierigen Thema „Krebstherapie – Verstümmelnde Operationen oder Organerhalt?“ Dazu passend werden führende Onkologen aus dem HNO-Bereich am Sonnabend über Erfahrungen bei der Behandlung von Kopf-Hals-Tumoren sprechen. An beiden Tagen sind außerdem zahlreiche Kurzvorträge zu Spezialgebieten der HNO-Medizin geplant. Unter anderem geht es um medikamentöse Ansätze bei der Therapie von Innenohrerkrankungen und um implantierbare Hörgeräte. Bei einem berufspolitischen Runden-Tisch-Gespräch über die Behandlung – und Abrechnung – von Hörstürzen wird auch der Bad Arolser HNO-Arzt und Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Hessens, Dr. Frank Dastych, diskutieren. Gegen 16 Uhr geht die wissenschaftliche Tagung in ein Patientensymposion rund um das Thema Tinnitus über. Die Volkskrankheit Tinnitus ist auch Titelthema in der aktuellen Ausgabe des Magazins „Stern“. Ausführlich zitiert werden darin Dr. Gerhard Hesse als Chefarzt der Tinnitusklinik Bad Arolsen und Dr. Gerhard Göbel, Chefarzt der Roseneck-Klinik am Chiemsee, wo auch die Schön-Klinik-Gruppe ihren Stammsitz hat. Fazit der Stern-Reportage: „Millionen Deutsche leben ständig mit zermürbenden Ohrgeräuschen. Heilung ist sehr selten. Doch es gibt ein Mittel gegen den Terror im Kopf: Weghören lernen.“

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